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Ribnitz-Damgarten Projekt Mehrzweckhaus ist auf dem Weg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Projekt Mehrzweckhaus ist auf dem Weg
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08:10 28.10.2018
So soll das neue Mehrzweckhaus in Klockenhagen aussehen. Quelle: Architekturbüro Stendel
Klockenhagen

Die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses Ribnitz-Damgarten waren sich in ihrer jüngsten Sitzung einig und gaben für den Bau des Mehrzweckgebäudes im Freilichtmuseum Klockenhagen grünes Licht. Baukosten: 300 000 Euro. Umsetzen können die Stadt und das Museum das Projekt allerdings nur dann, wenn Fördergelder fließen. Die kommen aus dem EU-Förderprogramm Leader. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Ortsbeirat Klockenhagen einstimmig für das geplante Mehrzweckgebäude ausgesprochen.

Vorgesehen ist ein einstöckiges Holzhaus mit einem Multifunktionsraum sowie vier Appartements zum Übernachten und drei Sanitärräumen mit Dusche. Geplant ist weiterhin ein Büroraum mit einem Arbeitsplatz und Besprechungsmöglichkeit für bis zu 20 Personen. Hinter dem Projekt steht die Idee, künftig noch mehr Radtouristen ins Museum zu locken. Mit dem in diesem Jahr fertiggestellten 2,2 Kilometer langen Rad-Gehweg zwischen Neu Hirschburg und Klockenhagen werde die Zahl der Radtouristen, die per Rad aus Richtung Graal-Müritz und Rostocker Heide kommen, zunehmen, ist Museumschef Fried Krüger überzeugt.

Räumliche Aufteilung wurde überarbeitet

„Es war eine ziemlich schwere Geburt, das Vorhaben bis zu diesem Punkt zu bringen“, sagte Krüger. Er freue sich sehr, dass nun auch der Bau- und Wirtschaftsausschuss das Projekt abgesegnet habe, allerdings habe man aufgrund der in den letzten Jahren extrem gestiegenen Baukosten Anpassungen vornehmen müssen. So habe man den Plan, Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 30 Gäste zu schaffen, aufgegeben. Statt dessen werden in vier Doppelzimmern nur noch maximal acht Besucher übernachten können.

Ursprünglich vorgesehen war auch, dass Schulklassen im Mehrzweckhaus übernachten. Doch auch davon habe man sich im Zuge der Diskussion verabschieden müssen. Das heißt aber nicht, dass Schulklassen nun außen vor bleiben müssen, erläuterte der Museumschef weiter. Um auch diesen entsprechende Angebote machen zu können, wollen das Freilichtmuseum und die Bernsteinreiter Hirschburg kooperieren.

Krüger: „Schulklassen können in der Vor- und Nachsaison bei den Bernsteinreitern in Hirschburg übernachten, hier stehen insgesamt 150 Betten zur Verfügung. Im Freilichtmuseum haben sie dann die Möglichkeit, die Mitmachangebote wie Kochen und Backen, Spieleboden und traditionelles Handwerk zu nutzen.“ Krüger misst der Kooperation zwischen dem Museum und den Bernsteinreitern eine über dieses konkrete Vorhaben hinausgehende Bedeutung zu. Man wolle damit ein Signal für die Zusammenarbeit verschiedener Akteure im Dorf setzen, erläuterte der Museumschef.

Schulklassen übernachten bei Bernsteinreitern

Von Anfang an klar war, dass das künftige Mehrzweckgebäude auch „eine Heimstatt“ für alle Klockenhäger sein wird. So soll es für Sitzungen des Ortsbeirates genutzt werden. Das Gremium tagt derzeit in der Kindertagesstätte des Dorfes und sucht seit langem einen neuen Tagungsort. Zum Domizil soll das Mehrzweckhaus auch für den sehr rührigen Dorfverein werden, unter dessen Dach mehrere Gruppen tätig sind. „Das Haus wird einen Mehrwert für alle bieten“, ist sich Krüger sicher. Die geplanten jährlichen Einnahmen werden auf 10 000 bis 11 000 Euro beziffert, wurde auf Anfrage von Andreas Dietzel, der als sachkundiger Bürger im Ausschuss mitarbeitet, informiert. Stefan Stuht, ebenfalls sachkundiger Bürger, wollte wissen, wer die Bewirtschaftungskosten trage. „Diese werden vollständig vom Museum übernommen“, antwortete Bauamtsleiter Heiko Körner.

Einen genauen Zeitpunkt, wann mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, konnte Museumschef Fried Krüger noch nicht nennen. „Ich gehe aber derzeit davon aus, dass das im späten Frühjahr, Anfang Sommer nächsten Jahres der Fall sein wird.“

Edwin Sternkiker

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