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Ribnitz-Damgarten Kreis kassiert Entwicklungsplan
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kreis kassiert Entwicklungsplan
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00:31 15.06.2018
Der Hafen Dierhagen aus der Luft. Quelle: Foto: Rolf Barkhorn

Für neue Planungen muss das Ostseebad weiter auf die Bremse treten. Fast zehn Jahre lang haben die Gemeindevertreter an dem Flächennutzungsplan gearbeitet. Nun wurde die Grundlage jeglicher Entwicklungen in dem Ostseebad endlich beschlossen, da legt – wieder einmal – die Kreisverwaltung ihr Veto ein. So wurden bei der Bekanntmachung für die Auslegung des Plans bestimmte Fristen nicht beachtet, außerdem sind in dem Plan Flächen für eine mögliche Entwicklung ausgewiesen, die aber in einem Landschaftsschutzgebiet liegen.

Unterm Strich war der Flächennutzungsplan nicht genehmigungsfähig, konstatiert Dierhagens Bürgermeisterin Christiane Müller (Linke). Bebauungspläne könnten zwar weitergeführt, die Vorhaben bis zur Genehmigungsreife gebracht werden. Den entscheidenden Beschluss aber können die Gemeindevertreter aufgrund des nun weiterhin fehlenden Flächennutzungsplans nicht fassen.

Betroffen davon sind nach Aussage Christiane Müllers vor allem Eigentümer in einem Plangebiet in Dierhagen-Ost. Für den Bereich parallel zum Deich gebe es mittlerweile etliche Bauanträge. Die Bürgermeisterin setzt sich in Abstimmung mit Landrat Ralf Drescher (CDU) für eine schnelle Lösung für die betroffenen Bauherren ein. Denn bis zu einem neuen Feststellungsbeschluss für einen Flächennutzungsplan könne bis zu einem Jahr vergehen.

Der Ende November vergangenen Jahres gefasste Feststellungsbeschluss muss aufgehoben werden. Dann „muss die Gemeinde ihre Hausaufgaben machen“, wie es Christiane Müller nennt, und die von der Kreisverwaltung monierten Vorhaben aus dem Flächennutzungsplan streichen. Sodann erfolgt eine weitere Auslegung, die dann inzwischen siebte, bevor erneut über den Plan abgestimmt werden kann.

Den Formfehler durch das Amt Darß/Fischland kann die Bürgermeisterin verschmerzen. „Das kann geheilt werden.“ Weniger leicht verdaulich ist der Einspruch seitens der Raumordnung für den geplanten Bau von fünf Wohnhäusern im Bereich des Bebauungsplans „Wischenkieker“ im Dierhäger Ortsteil Dändorf.

Ursprünglich hatte die Kommune vor, in dem Ortsteil 45 Wohnungen zu errichten. Schon das war sehr zum Ärger Christiane Müllers mit den Zielen von Raumordnung und Landesplanung nicht vereinbar.

Immer wieder hatte die Dierhäger Bürgermeisterin in der Vergangenheit angesichts der gravierenden Wohnungsnot in der Tourismusregion das Verbot von Wohnungsbau kritisiert, weil es nicht den Zielen der Landes-Raumentwicklungsplanung entspreche.

Noch einmal nachgedacht werden muss auch über den geplanten Sportplatz in Dierhagen-Dorf. Der würde sich laut Christiane Müller in einem Landschaftsschutzgebiet befinden, sei so nicht genehmigungsfähig.

Timo Richter

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