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Ahrenshooper Galerie zeigt Arbeiten von zwölf Künstlern

Ahrenshoop Ahrenshooper Galerie zeigt Arbeiten von zwölf Künstlern

Galerist Robert Dämmig stellt in der Alten Schule ausgewählte Werke auf Papier vor. Die ältesten Zeichnungen stammen von 1922.

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Ulrike Küttner und Galerist Robert Dämmig vor dem „Stilleben“, 1997, vom Hallenser Maler und Zeichner Rüdiger Giebler.

Quelle: Elke Erdmann

Ahrenshoop. Wo der Ahrenshooper Hannes Schneider 1946 eingeschult wurde, geht der nun in Jena lebende Landschaftsarchitekt über die Dielen und betrachtet die Bilder in der Galerie Alte Schule. Robert Dämmig zeigt zum Thema „Figur Landschaft Geometrie“, ausgewählte Arbeiten auf Papier von zwölf Künstlern, verdichtet wie Lyrik mit interessanten Bildachsen. Am Freitagabend eröffnete er die Vernissage mit viel Publikum und führte in zeitlicher Reihenfolge zu den Werken, die im Jahr 1922 mit dem Blatt „Bessere Leute“ von George Grosz beginnen.

Er floh 1933 vor den Nazis ins amerikanische Exil. Noch heute wird er wegen seiner bissigen, teils satirisch überspitzten Gesellschaftsporträts als „D I E kritische deutsche Stimme in der Kunst der zwanziger Jahre gesehen.“

Gleichfalls 1922 datiert ist die Zeichnung „Erste Nacht an Land“ von Erich Wegner. Der in Gnoien bei Rostock geborene Künstler erzählt darin eine Bildgeschichte. Mit freiem Oberkörper schläft der Seemann ausgestreckt neben einer „gekauften Braut“ im schmalen Bett. Auf dem Bord stehen ein Wecker und eine leere Flasche. Im Fensterblick ziehen drei Schiffe mit rauchenden Schornsteinen vorüber.

Drollig und lustig wirkt seine „Abstrakte Komposition“, 1971, farblich schön mit Türkis und Blau.

„Das Blatt regt die Phantasie an“, meint Hannes Schneider, dem auch das Bild „Darßer Wald im Sonnenaufgang“, 1964, vom Maler Edmund Kesting in seiner ansprechenden Farbigkeit sehr gefällt. Der Maler ließ sich 1961 sein Sommerhaus in Ahrenshoop bauen und schuf hier ein markantes Spätwerk.

Beeindruckt vom „Stilleben“, 1997, des Malers Rüdiger Giebler ist Ulrike Küttner: „Sehr prosaisch, die Auflösung des Geometrischen durch die Pastellfarben. Eine Träumerei am Strand mit Picknick. Das Bild hat etwas Stoffliches. Ich bin ein großer Freund von Papierarbeiten und finde es bedauerlich, dass sie nicht so große Wertschätzung erfahren“, sagt die Fachfrau aus der Galerie Berlin.

Das Bild „Nächtliche Boddenlandschaft“, 2012, von Wolfgang Reinke zieht den Betrachter sofort an. Mittels schwarzer Kreide gelingt ihm ein Lichtstreif am Horizont, schafft er Bildtiefe und Atmosphäre.

Um eine bereits vorhandene Pflanze auf einer alten Rostocker Anschauungstafel erzählt der Hallenser Moritz Götze 2013 seine farbstarke Geschichte, die er „Kunst Dünger“ nennt.

Galerist Robert Dämmig sagt bezüglich des Themas: „Die Geometrie, sie ist die Grundlage für alle Konstruktion in der Kunst.“

Ausstellung: zu sehen bis 4. Mai 2014 in der Galerie Alte Schule, Dorfstraße 16, Ahrenshoop. Geöffnet: Freitag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr.

 



Elke Erdmann

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