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Ribnitz-Damgarten Barther Festival legt einen Traumstart hin
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Barther Festival legt einen Traumstart hin
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00:00 31.03.2014
Viel Beifall und Bravorufe gab es am Eröffnungsabend für Martin Panteleev (l.) und das Kammerorchester „Musika Art“. Quelle: Uwe Roßner

Die Vorfreude war groß. Berechtigterweise. Hochgestimmt versammelten sich die Freunde und Förderer der Kammermusiktage zur üppigen Eröffnungsgala. Diese war bereits seit Ende Februar ausverkauft. Laut Art Club Martin Panteleev schlagen bereits über 900 erworbene Karten für die insgesamt fünf Konzert zu Buche.

„Ich bin dankbar, wieder in Barth zu sein“, gestand Martin Panteleev als Künstlerischer Leiter und lud zu einer Festwoche der Seele und Freundschaft ein. Als ein europäisches Projekt bezeichnete Werner Kuhn die Kammermusiktage. „Hier wird musikalischer Hochgenuß geboten“, fügte der Schirmherr in seiner Begrüßung zu.

Mit Klassikern der Konzertliteratur begeisterte das Kammerorchester „Musika Art“ unter der Leitung von Martin Panteleev. Mit Johann Sebastian Bachs Violinkonzert in a-Moll BWV 1041 beging der dirigierende Solist in der Boddenstadt ein Jubiläum. Vor 30 Jahren studiert er als Junge dieses Werk ein. Den ersten beherzten Zwischenapplaus ernteten die Auftretenden nach dem Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade „Eine kleine Nachtmusik“. Als Arrangeurin machte sich Lida Panteleev mit ihrer Oktettfassung von Richard Wagners „Sigfried-Idyll“ auf sich aufmerksam. Es ist nicht neu, dass Martin Panteleev die Kammermusiktage als Podium zur Aufführung eigener Werke nutzt. Erstmals brachte er seine Bearbeitung der fünfteiligen, atmosphärisch griffigen „Episoden“ zu Gehör. In Verdichtung auf Violinen, Viola, Cello, Kontrabaß und Klavier entpuppte sich das von Justus Franz in Auftrag gegebene Orchesterwerk grundsätzlich als ein in Tönen gesetzter Zeitkommentar.

Als Konzertmeister der Philharmonie der Nationen lernte Paul Dries aus Rüdesheim Martin Panteleev kennen. Seit mehreren Jahren reist der 77-jährige Rheinländer zu den Kammermusiktagen nach Barth.

„Sie sind immer wieder ein tolles Erlebnis“, so der Musikliebhaber. Das einwöchige Festival sei mehr als nur ein fester Bestandteil seines Kulturjahreskalenders. „Es eröffnet diesen“, bestätigt er als Mitglied des Art Club Martin Panteleev. „Ich nehme mir dafür die Zeit, bleibe die ganze Woche, genieße die Konzerte und setze mich hin und wieder in die Proben“, so Dries.

Über die Einladung freute sich Prof. Bernd Glemser. Der Pianist gastierte am zweiten Abend mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Serge Rachmaninow und Frederic Chopin. Bereits am Freitagabend reiste er aus Würzburg an und erlebte den Auftakt mit eigenen Augen. „Das Ambiente ist schön“, urteilte der Solist über das Hotel Speicher als Spielstätte. Die Schönheit der hieisigen Landschaft schätzt der Tastenkünstler bereits seit Urlauben in den neunziger Jahren in Wustrow und Ahrenshoop. Barth stand für ihn als Entdeckung bislang aus.

Das Programm bis zum 5. April
Mittwoch, 19.30 Uhr:

„Dum-ba-ta“, Jazzabend mit dem „Acoustik Version Trio“. Vorprogramm mit dem Schulorchester des Gymnasialen Schulzentrums Barth unter der Leitung von Uwe Janzen.
Freitag, 19.30 Uhr:

„Ohne Worte“, Recital mit Lida und Martin Panteleev.
Sonnabend, 19 Uhr:

Abschlusskonzert „Brahms Marathon“ mit Lida Panteleev (Klavier), Mladen Stoyanov (Violine), Martin Panteleev (Violine), Marta Panteleeva (Bratsche), Ivo Krastev (Bratsche), Julia Krasteva (Cello) und Panteley Panteleev (Klarinette).
Veranstaltungsort:

Saal des Barther Hotels Speicher,
Am Osthafen 2.
Karten:

Barth-Information, Markt 3/4; Barth, ☎ 038231/24 64, und an der Abendkasse.
Die Barther Kammermusiktage sind immer wieder ein Erlebnis.“ Paul Dries (77),
Bäckermeister aus Rüdesheim



Uwe Roßner

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