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Ribnitz-Damgarten Erste Gemüseführung im Kunstmuseum Ahrenshoop
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Erste Gemüseführung im Kunstmuseum Ahrenshoop
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00:00 17.08.2015
Von Kohlrabi, Fenchel, Kohl und Rettich wurde das Publikum durch das Museum geführt. Quelle: Fotos: Elke Erdmann
Ahrenshoop

Haben Sie sich schon mal von einem Kohlrabi, Rettich, Kohl oder Fenchel durch ein Kunstmuseum führen lassen und dabei ein Hörspiel erlebt, in dem es ums Essen geht? Bei der langen Nacht der Kunst in Ahrenshoop war das am vergangenen Wochenende möglich.

Ein großes Programm hatte Romy Dade, Veranstaltungsmanagerin der Kurverwaltung, zusammengestellt. Mehr als 2000 Besucher kamen. Auch für Kinder wurde etwas geboten. Unter Anleitung der Künstlerin Inge Böseleger brachten sie schöne Motive auf vorbereitete Leinwände. Zufrieden zeigte sich auch Kurdirektor Roland Völcker: „21 Stationen sind wie zu einer Perlenkette aufgereiht. Wir wollten die Leute mit der Kunst in Bewegung halten.“

Das Kunstmuseum bildete das Zentrum. Hohe Schilfhalme, zottiges Weidenröschen und Blutweiderich begrenzten den Skulpturengarten, in dem von der Bühne die australische Singer-Songwriterin Georgie Fisher mit dem Lied „My Friend the Devil“ (Mein Freund, der Teufel) den Auftakt gab.

In einer Tanzperformance zeigten Larissa Potapov und Natalie Brockmann von der Tanzcompagnie des Volkstheaters Rostock den ewigen Kampf zwischen zwei Partnern. „Einmal ist eine Beziehung Ich, einmal Wir. Es geht um die Balance“, deutete die Szene Wolf-Peter Arand, der in Althagen im geschützten Garten seines Elternhauses gemeinsam mit Freunden eine Klang- und Rauschrevue bot.

Ein großer Mops vor der Galerie Alte Schule lud in die Ausstellung ein, in der der German-Pop-Künstler Moritz Götze aus Halle seine heitere Ausstellung präsentiert: „Die Entdeckung des Glücks (Teil 2)“. In seinem „Ahrenshooper Bilderbogen“ hat er alles versammelt, was den Künstlerort ausmacht. Das Kunstmuseum ist zum ersten Mal in einer Emaille-Arbeit verewigt.

Die Besucher waren begeistert. Diplom-Biologe Dirk Ostareck aus Aachen sagte: „Es ist eine sehr erfrischende Ausstellung, in der mit verschiedensten künstlerischen Techniken ein Bezug hergestellt wird zur Ostsee, der in keiner Weise gekünstelt wirkt, sondern zeigt, dass Moritz Götze es mit seiner Kunst versteht, das Leben zu erfassen und für jeden Betrachter verständlich zu interpretieren.“

In der Ahrenshooper Schifferkirche saßen die Zuhörer auch im Altarraum dichtgedrängt. Dort zauberte Anne-Dore Baumgarten an der Orgel italienisches Flair mit dem Stück „Dialogo per Organo“ von Adriano Banchieri. Orgelbauer Kristian Wegscheider amüsierte die Gemüter mit seiner ostpreußisch erzählten Geschichte über die Ahrenshooper „Metallscheunen ohne Fenster“.

„Die Kunstnacht animiert mich dazu, genauer hinzusehen, die Künstler kennenzulernen und über ihre Bilder die Landschaft zu erschließen“, sagte Erzieherin Conny Wenderoth-Siebert aus Hessen. Sie erlebte die Kunstnacht durch eine Führung mit Roland Fischer zur Sammlung der Romantik Hotels. „Und anschließend gab es köstliche Soljanka - frei Haus.“



Elke Erdmann

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