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Pantlitzer Radfahrerkirche ist gerettet

Pantlitz Pantlitzer Radfahrerkirche ist gerettet

Mit Fördermitteln und Spenden können Turm und Fenster doch noch saniert werden.

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Der Turm der Pantlitzer Kirche wird von Mitarbeitern der Stralsunder Firma Hoch-Tief-Gerüstbau eingerüstet. Fotos (2): Anika Hoepken

Pantlitz. Rettung in letzter Minute: Die Fördermittel für die Sanierung der Pantlitzer Kirche sind da — 80 000 Euro stehen unter anderem für das marode Dach zur Verfügung. „Ich war drauf und dran, die Kirche sperren zu lassen. Wenn die Fördermittel jetzt nicht gekommen wären, hätte es keinen anderen Ausweg gegeben“, berichtet Christhart Wehring, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinden Ahrenshagen und Lüdershagen.

Die Gefahr sei einfach zu groß gewesen. „Einige Steine sind schon heruntergefallen“, erklärt der Pastor. „Wir mussten schon ein Notdach zum Schutz errichten.“ Vor allem die kalten Winter der vergangenen Jahre hätten der Kirche stark zugesetzt. Durch die Steine sei Feuchtigkeit gedrungen. „Die Bausubstanz ist einfach sehr schlecht. Die Kirche wurde vor knapp 150 Jahren in kürzester Zeit hochgezogen“, sagt Christhart Wehring.

Vor der Bundestagwahl im vergangenen Jahr hatte der Pfarrer sich an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. „Pantlitz gehört ja zu ihrem Wahlkreis. Ich habe ihr viel Erfolg für die bevorstehende Wahl gewünscht und ihr geschrieben, dass wir für die Sanierung der Kirche 80 000 Euro benötigen.“ Zwar antwortete Merkel nicht persönlich, das Resultat war dennoch positiv. 35 000 Euro wurden aus dem Fonds der BKM (Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) bewilligt. 20 000 Euro gab es zudem vom Kirchenkreis Pommern. Und auch die Hoffmann-Stiftung beteiligte sich. „Die Gemeinde war auch spendenwillig. Man merkt, dass die Pantlitzer sehr an ihrer Kirche hängen“, erklärt Christhart Wehring. Der Ahrenshäger Landwirt Wilfried Groth, der demnächst in der Pantlitzer Kirche heiratet, will außerdem eine Spendenbüchse für die Sanierung der Kirche aufstellen.

Das Gotteshaus ist jetzt eingerüstet. Besucher können es aber auch während der Bauarbeiten weiterhin besichtigen. Man gelangt durch einen Nebeneingang in die Radfahrerkirche. Noch bis Ende September ist sie täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Neben dem Turm besteht auch bei den Fenstern dringender Sanierungsbedarf. „Wir müssen schauen, wie weit wir mit den Fördermitteln kommen, und hoffen dann auf weitere Spenden“, sagt Christhart Wehring. „Bis zum Jahresende wird der Turm auf jeden Fall eingerüstet bleiben. Wir hoffen auf einen trockenen Herbst. Wir hätten gerne früher angefangen, aber es hat gedauert, bis wir die Fördermittel bekommen haben. Das war ein langer Prozess.“

Bei den Arbeiten wurde jetzt ein weiteres Problem entdeckt: der veraltete Blitzableiter. „Dieser wurde zuletzt vor 80 Jahren gemacht. Er muss dringend erneuert werden. Bei dem hohen Turm und der Nähe zum Wasser stellt er eine große Gefahr dar“, sagt Wehring.

Und einen Traum hat der Pastor noch: die Kirchturmuhr wieder in Betrieb zu nehmen. „Das Zifferblatt ist total verwittert. Es wäre so schön, wenn man wieder vom Dorf die Uhrzeit sehen und die Glocken läuten hören könnte.“ Doch das sei alles noch Zukunftsmusik.

Blick über die Recknitz

1867 bis 1868 wurde die Pantlitzer Kirche nach Plänen des Stralsunder Stadtbaumeisters Ernst von Haselberg errichtet.

2006 wurde die Pantlitzer Kirche zur ersten Radfahrerkirche in MV ernannt.
37 Meter ist der Kirchturm hoch. Von hier hat man einen schönen Blick über die angrenzende Recknitz.
80000 Euro Fördermittel und Spenden stehen für die Sanierung des 150 Jahre alten Gotteshauses zur Verfügung.

 



Anika Hoepken

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Pantlitz
Die Radfahrerkirche in Pantlitz wird jetzt saniert.

Mit Hilfe von Fördermitteln und Spenden können Turm und Fenster des 150 Jahre alten Gebäudes in Pantlitz (Vorpommern-Rügen) saniert werden.

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