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Ribnitz-Damgarten Leuchtkugel-Streit in Ribnitz-Damgarten: Landkreis zieht Konsequenzen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Leuchtkugel-Streit in Ribnitz-Damgarten: Landkreis zieht Konsequenzen
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21:28 15.04.2019
Diese Leuchtrakete Ende März in Ribnitz beobachtet. Scheinbar wurde sie vom Ribnitzer See aus abgeschossen. Quelle: privat
Ribnitz-Damgarten/Stralsund

Die Einsatzleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen hat die Vorfälle rund um ein vermeintliches Notsignal über dem Ribnitzer See ausgewertet. Die Konsequenz: „In der Zukunft wird, ohne Prüfung, unverzüglich die zuständige Feuerwehr alarmiert“, heißt es auf Anfrage.

Dies hatte Oliver Rybicki, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgartens, gefordert, nachdem die Ribnitzer Kameraden Ende März erst eine Stunde, nachdem die Einsatzleitstelle über eine rote Leuchtkugel über dem Ribnitzer See informiert worden war, alarmiert wurde. Der Fall stellte sich letztlich als Fehlalarm heraus. „Aber wenn es wirklich einen Notfall gegeben hätte, wer hätte die Verantwortung übernommen?“, fragte damals Rybicki

Ribnitzer See ist Hoheitsgebiet der Stadt

Ein Anrufer hatte in besagter Nacht vom Ribnitzer Markt aus in nördlicher Richtung das Signal gesichtet und war von einem Notfall ausgegangen. Auf den Anruf bei der Einsatzleitstelle wurde jedoch zunächst die Wasserschutzpolizei alarmiert, was Rybicki verärgerte. Der Ribnitzer See sei Hoheitsgebiet der Stadt Ribnitz-Damgarten. Somit sei die Feuerwehr der Bernsteinstadt zu allererst zuständig für die Wasserrettung auf dem Gewässer. Erst nach Aufforderung durch Rybicki sei die Feuerwehr alarmiert worden.

Vom Landkreis heißt es, dass bei solchen Einsatzlagen jedoch mehrere Handlungsmöglichkeiten gebe. Es habe in jener Nacht zu dem Fall nur einen Anruf gegeben. Der Anrufer habe die Situation zudem diffus dargestellt. Deshalb sei die Wasserschutzpolizei informiert worden, um weitere Erkenntnisse zu erlangen. „Der Anrufer wurde nicht an die Wasserschutzpolizei verwiesen, sondern die Polizei setzte sich mit diesem in Verbindung“, heißt es vom Landkreis. Der Anrufer hatte gegenüber der OZ angegeben, „von a nach b gescheucht“ worden zu sein.

„Von A nach B gescheucht“

Oliver Rybicki habe sich bei der Einsatzleitstelle gemeldet, nachdem er über die sozialen Medien von der Leuchtkugel erfahren hatte. Laut Stellungnahme des Landkreises sei Rybicki über die aktuellen Erkenntnisse informiert worden. Der Wehrführer habe selbst über die Einsatzmöglichkeiten der vorhandenen Boote informiert, „bat aber mit keinem Wort um die Alarmierung der Feuerwehr Ribnitz-Damgarten“, heißt es vom Landkreis, „einen konkreten Alarmierungswunsch des Wehrführers hätten die Mitarbeiter niemals abgelehnt.“

Während des Telefonats sei schließlich in der Einsatzleitstelle ein Anruf der Landespolizei eingegangen, die ebenfalls an dem Einsatz beteiligt war. Die Mitarbeiterin der Leitstelle unterbrach das Gespräch mit dem Wehrführer, der um Rückruf bat. Die Polizei habe schließlich aufgrund der nach wie vor diffusen Situation „sicherheitshalber“ um die Alarmierung der Feuerwehr gebeten. Das geschah. Zehn Minuten später sei der Feuerwehreinsatz abgebrochen worden, da die Polizei die Verursacher der Leuchtkugel festgestellt hatte.

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