Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Lösungen für Stadtkulturhaus gesucht
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Lösungen für Stadtkulturhaus gesucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:27 16.05.2018
Für den Erhalt des Ribnitz-Damgartener Stadtkulturhauses als Veranstaltungsort werden Ideen gesucht. Quelle: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Wie kann das Stadtkulturhaus Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) als Veranstaltungsort erhalten werden? Ein Patentrezept konnte in der Diskussionsrunde der Arbeitsgruppe, die sich mit der Zukunft des Traditionshauses befasst, am Montagabend niemand aus der Tasche zaubern. „Dennoch bin ich mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen“, sagt Ina Lächelt-Schulz. Sie ist organisatorische Leiterin der Theatergruppe „Die Schlündelgründer“ und gehört neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Stadtvertretern sowie Mitgliedern des Kunstvereins Ribnitz-Damgarten der Arbeitsgruppe an.  Antworten, welche Möglichkeiten es gibt, das Stadtkulturhaus zu erhalten, sollen in vier Arbeitskreisen gesucht und gefunden werden. Da wird es um Nutzungsmöglichkeiten, um den baulichen Zustand des Gebäudes, um Fragen der Finanzierung sowie um alternative Betriebskonzepte gehen. Was letztere angeht: Optimal wäre es aus seiner Sicht, wenn man einen privaten Investor oder Nutzer finden könnte, der bereit sei, den Saal für kulturelle Veranstaltungen zu erhalten, macht Bauamtsleiter Heiko Körner deutlich. Denkbar sei aber zum Beispiel auch die Trägerschaft durch einen Verein. Ein Modell, das bereits durch das Freilichtmuseum Klockenhagen und das Deutsche Bernsteinmuseum erfolgreich praktiziert werde.

Keine kurzfristige Lösung

In der Runde am Montagabend wurde der Vorschlag gemacht, dass in den jeweiligen Arbeitskreisen neben Vertretern von Vereinen und weiteren engagierten Bürgern sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung auch Stadtvertreter eingeladen werden sollen, mitzuarbeiten. „Ohne Stadtvertreter würden alle Bemühungen ins Leere laufen“, so Ina Lächelt-Schulz. Thomas Huth (Die Unabhängigen) und Andreas Gohs (CDU/FDP-Fraktion), die als Stadtvertreter an der Diskussionsrunde teilnahmen, unterstützten diesen Vorschlag ausdrücklich. Wenn am 20. August die Arbeitsgruppe ihre nächste Zusammenkunft hat, soll dann feststehen, wer in den einzelnen Arbeitskreisen mitarbeitet. Ina Lächelt-Schulz betont, dass nicht damit zu rechnen sei, dass kurzfristig eine Lösung gefunden werden könne. Um ein tragfähiges Konzept auf die Beine gestellt zu bekommen, brauche man sicher zwei, drei Jahre. Bauamtsleiter Heiko Körner sagte, dass man sich die Zeit, die man benötige, nehmen werde. „Wir werden da nichts übers Knie brechen.“ Er und Thomas Huth machten deutlich, dass für diese Zeit das Geld, das notwendig ist, um das Stadtkulturhaus am Laufen zu halten, bereit stehen werde. Derzeit belaufen sich die Kosten für den Betrieb und die Instandsetzung des Hauses auf rund 30 000 Euro pro Jahr, zuzüglich Personalkosten.

Theatergruppe und Kunstverein stießen öffentliche Diskussion an

Die Diskussion über das Stadtkulturhaus setzte ein, als 2017 bekannt wurde, dass die Stadt das Haus privatisieren will. In der sogenannten Migrationsliste der Verwaltung, die alle Maßnahmen auflistete, um das finanzielle Loch im Stadthaushalt zu stopfen, wurde unter dem Punkt „Privatisierung von kommunalen Objekten“ unter anderem auch das Stadtkulturhaus aufgeführt. Zum 31. Dezember 2018 sollten hier die Lichter ausgehen. Gegen den Verkauf regte sich Widerstand. Die Theatergruppe „Die Schlündelgründer“, die das Stadtkulturhaus für die Proben und die Aufführung ihres Weihnachtsmärchens nutzt, und der Kunstverein der Galerie im Kloster hatten sich mit Briefen an die Stadtverwaltung und Stadtvertreter gewandt und dadurch die öffentliche Diskussion angestoßen.

Edwin Sternkiker

Eltern in Vorpommern-Rügen sollen von den Gebühren für Kindergärten befreit werden. Das fordert jetzt der Kreistag von der Landesregierung - aber nur wenn die Gemeinden nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

16.05.2018

Renaturierung und Flutung von einstigen Wiesen - das Gut Darß muss mehr Aufwand ins Weidemanagement stecken. Erstmals stehen Rinder auf dem Werre-Polder.

15.05.2018

Unentschieden gegen SV Barth bringt die Spielgemeinschaft an Laage heran.

15.05.2018