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Ribnitz-Damgarten Hundehalter müssen künftig mehr zahlen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Hundehalter müssen künftig mehr zahlen
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08:00 31.10.2018
Ein Rudel Hunde tobt ausgelassen im Wasser. In Lüdershagen müssen Hundebesitzer bald tiefer in die Tasche greifen. Quelle: ddp
Lüdershagen

 Hundehalter müssen in Lüdershagen tiefer in die Tasche greifen. Bei der Sitzung am Montagabend haben die Gemeindevertreter eine Erhöhung der Hundesteuer beschlossen. Bislang musste pro Hund 25,65 Euro gezahlt werden. „Durch die Umrechnung von D-Mark auf Euro hat sich diese krumme Summe ergeben“, erklärte Bürgermeisterin Gerhild Balzer. Daran sehe man auch, wie lange die Steuer nicht angehoben worden sei. In Zukunft müssen Halter für ihren ersten Vierbeiner 40 Euro, für den zweiten 60 und für den dritten 100 Euro zahlen.

Und nicht nur Hundebesitzer müssen mehr zahlen. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter auch eine Erhöhung der Gewerbesteuer A sowie der Zweitwohnsitzsteuer. „Wir haben uns bei der Zweitwohnsitzsteuer an den Nachbargemeinden orientiert“, sagte die Bürgermeisterin. Während in Lüdershagen bislang zehn Prozent gezahlt werden mussten, seien es beispielsweise in Pruchten 19 und in Fuhlendorf 15. Eine Anhebung von zehn auf 15 Prozent halte man deshalb für angemessen. „Die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer wollen wir allerdings nicht anfassen“, meinte die Bürgermeisterin.

Unter dem Landesdurchschnitt

Dass die Steuern erhöht werden müssten, sei keine ganz freiwillige Entscheidung der Gemeinde. Das Problem: Lüdershagen liegt bei den Steuern unter dem Landesdurchschnitt. In diesem Fall habe die Rechts- und Kommunalaufsicht deutlich gemacht, dass Kreditgenehmigungen nicht gewährt werden könnten. „Wir kommen um eine Steuererhöhung also nicht herum“, erklärte Gerhild Balzer. „Ansonsten kann der Gemeinde die Kreditbewilligung verweigert werden.“

Einsparen oder erhöhen

Denn die klamme Gemeinde, die in ihrer Sitzung auch die erste Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes beschloss, sei auf Kredite und Fördermittel angewiesen. „In unserer Situation gibt es nur zwei Möglichkeiten. Wir müssen die Einnahmen erhöhen oder bei den Ausgaben einsparen. Bei Einsparungen sieht es schlecht aus“, sagte Gemeindevertreterin Christa Nehls. Die Gemeinde habe so viele Pflichtaufgabe, dass sowieso nur wenige freiwillige Aufgaben möglich seien. „Da sehe ich kein Einsparpotenzial.“

Zuletzt hatten die Stadtvertreter von Ribnitz-Damgarten über eine Steuererhöhung der Grundsteuer B sowie der Gewerbesteuer auf Landesdurchschnitt diskutiert (die OZ berichtete), sich allerdings eindeutig, bei vier Enthaltungen, dagegen entschieden.

Anika Wenning

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