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Ribnitz-Damgarten Marktschreier lockten mit Wurst, Käse und Nudeln
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Marktschreier lockten mit Wurst, Käse und Nudeln
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06:30 16.10.2017
Wurst-Jan in seinem Verkaufsstand auf dem Barther Markt. Der Marktschreier war heiser und konnte nur leise sprechen. Quelle: Volker Stephan
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Barth

Nach langer Zeit war am Wochenende auf dem Marktplatz in Barth (Vorpommern-Rügen) wieder einmal eine Marktschreiergilde mit ihren typischen Angeboten zu Gast. Es handelte sich um die Magdeburger Marktschreier des Veranstalters Hoffmann, darunter Wurst- Jan, Käse-Barni, Käse-Maxx, Nudel-Ralli, Keks-Sascha und Bügel-Uwe, denen sich einige Händler mit Textilien, Lederwaren und Haushaltsdingen aus asiatischer Produktion angeschlossen hatten.

Ansturm blieb aus

Der ganz große Ansturm von Schaulustigen, wie er älteren Barthern wohl noch vom Anfang der 1990er-Jahre in Erinnerung ist, blieb auch dieses Mal aus – trotzdem waren die meisten Händler zufrieden. „Es ist ja doch nicht so tolles Wetter geworden, wie es ursprünglich angekündigt war“, lenkte Jan Hoffmann („Wurst-Jan“) ein. Vor den Augen einiger Schaulustiger befüllte er eine Reihe durchsichtiger Beutel mit Wurstwaren aus der Magdeburger Börde. Wer 15 Euro berappte, durfte einen der etwa 2,8 Kilo schweren Beutel mitnehmen. Wurst-Jan riet seinen Kunden, zu den sowieso enthaltenen Mettwurstpeitschen noch weitere hinzukaufen. „Weil die wie Fresspulver wirken, könnten sie nämlich bei der Heimkehr schon alle sein.“

Christine Schulz und Tochter Catharina Schulz folgten dem Hinweis und nahmen gleich ein ganzes Bündel dazu. Hinsichtlich der großen Wurstmenge im Beutel hegten sie keine Bedenken: „Wir teilen uns das untereinander auf, dann geht es wieder“. Christine Schulz bemängelte aber das Fehlen einer echten Marktatmosphäre mit dem lauten Ausrufen der Waren und vielen Schaulustigen vor den Ständen. „Die Barther kritisieren gern, es gäbe zu wenig Abwechslung in der Stadt. Ist dann wirklich mal was los, kommen sie doch nicht raus“, so ihre Meinung.

Wenig Resonanz

Für den Verzicht auf das lautstarke Anpreisen der Waren hatte zumindest Wurst-Jan eine Erklärung: „Ich bin heiser und kann nur leise sprechen. Das hab ich mir aber nicht beim lauten Rufen, sondern bei der Arbeit im nasskalten Wetter zugezogen.“ Außerdem mache es angesichts der recht übersichtlichen Besucherzahl kaum einem Händler Spaß, sich an solch einem Spektakel zu beteiligen. Mit dem Kaufverhalten der wenigen Besucher könne man trotzdem zufrieden sein.

Ähnlich schätzte es Falk Hoffmann an seinem österreichischen, gut platzierten Käsestand ein. Gerade hatten Heinz Olschewski und Petra Martens aus Dortmund, die zurzeit in Barth zu Gast sind, dem Händler über drei Kilo abgenommen. Auch sie wollten den Käse später aufteilen. „Wir haben gekostet und finden den Geschmack top. Außerdem essen wir sowieso gern Käse“, so Heinz Olschewski.

Volker Stephan

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