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Martin Lange will bei der EM ranklotzen

Barth/Málaga Martin Lange will bei der EM ranklotzen

Kraftsportler von Motor Barth peilt in Spanien neue deutsche Rekorde an

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Will in Spanien voll angreifen: der frühere Barther Martin Lange, der mittlerweile in der Schweiz lebt, beim Kniebeugen.

Quelle: Foto: Marco Schwarz/oz-Archiv

Barth/Málaga. Die Großereignisse häufen sich derzeit für Martin Lange. Nach der Weltmeisterschaft im Kraftdreikampf Ende des vergangenen Jahres in Florida (USA) startet der Athlet vom SV Motor Barth morgen bei der Europameisterschaft im spanischen Málaga. Und dazwischen gab es das wohl größte Highlight für Lange – dieses aber auf familiärer Ebene. Töchterchen Emily kam im Februar zur Welt.

„Sie hat natürlich erst mal so einiges umgekrempelt. Aber wir haben den Tagesablauf trotzdem ganz gut auf die Reihe bekommen“, erzählt der junge Vater. Auf die neue Situation bei den Planungen für den EM-Wettkampf musste sich Lange erst mal einstellen, doch auch das ist ihm gelungen.

Für den Kontinentalwettbewerb hat er sich hohe Ziele gesteckt. „So wie die Vorbereitung gelaufen ist, befinde ich mich in der wohl besten Verfassung meines Lebens“, meint der 29-Jährige, der seinen Lebensmittelpunkt inzwischen in der Schweiz hat, aber seinem Heimatverein die Treue hält. Mit dem SV Motor holte Lange 2016 zum sechsten Mal in Folge die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Bestätigt wird Langes Aussage auch von Bundestrainer Francesco Virzi. Der schreibt im Online-Magazin des Bundesverbandes der Kraftdreikämpfer: „Martin zeigte im Training die beste Form seiner Laufbahn. Ich gehe davon aus, dass er die letzten paar Kilo Übergewicht mit nicht so großen Einbußen runterbekommt.“

Martin Lange, der in der Gewichtsklasse bis 105 Kilogramm startet, erklärt: „Ich trainiere bewusst mit mehr Körpergewicht, dann bin ich stärker und nicht so anfällig gegenüber Erkrankungen.“ Jetzt heiße es hoffen, dass das sogenannte Abkochen des Gewichts nicht allzu viel Kraft kostet. „Dann ist alles in Ordnung und ich kann in Ruhe völlig eskalieren“, meint er augenzwinkernd. Ähnlich sieht das Virzi. „Läuft alles komplikationslos, ist eine deutliche Steigerung der WM-Leistung möglich“, ist der Bundestrainer überzeugt.

Die Weltmeisterschaft im amerikanischen Orlando im vergangenen November beendete der Motor-Athlet auf dem siebten Platz. Doch noch viel wichtiger als die ausgezeichnete Platzierung waren dem Wahl-Schweizer die beiden deutschen Rekorde, die er dabei aufstellen konnte und die er nun erneut ins Visier nehmen möchte. In seiner Spezialdisziplin, dem Kniebeugen, steht die nationale Bestleistung bei 367,5 Kilogramm.

„Wenn alles gut läuft, könnte ich den Rekord erneut knacken“, hofft Lange. Im Bankdrücken sollte es dann nach Möglichkeit in Richtung 260 Kilogramm gehen. Auch im Kreuzheben sei er endlich mal wieder stark. Dort will er 330 Kilogramm in Angriff nehmen. In der Gesamtwertung wären also eventuell 950 Kilogramm drin. Langes deutscher Rekord, ebenfalls bei der WM aufgestellt, liegt bei 940 Kilogramm.

Ein weiterer „schöner Ansporn“, so Lange, wäre die mittlerweile elf Jahre alte Vereinsbestmarke von Motor Barth im Total. Die wird noch von Matthias Schröder mit 950 Kilogramm gehalten, allerdings startete er damals eine Gewichtsklasse höher (+125 kg). „Das ist doch mal eine coole Motivation“, sagt Lange und hofft auf eine erfolgreiche Europameisterschaft in Spanien. Der Barther wird morgen ab 16 Uhr auf der Wettkampfbühne stehen.

Insgesamt gehen 13 deutsche Athleten bei den Jugendlichen, Junioren und Aktiven an den Start.

Einen Live-Stream gibt es im Internet unter: www.goodlift.info

Marco Schwarz

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