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Ribnitz-Damgarten Mecklenburg-Vorpommerns beste Plattsnacker
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mecklenburg-Vorpommerns beste Plattsnacker
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18:13 04.05.2018
Die plattsnackenden Mädchen und Jungen der Kita „Boddenkieker“ mit ihren Erzieherinnen Doris Tins (h.l.) und Christine Hoth. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

„Wi süngen un snacken up platt, platt snacken magt ock bannig vel Spaß“, sagt der sechsjährige Emil. Und mit ihrer Freude am Plattdeutschen sind die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Boddenkieker“ in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) auch noch sehr erfolgreich. Zum vierten Mal in Folge haben die kleinen Plattsnacker den Landeswettbewerb Plattdeutsch in der Kategorie Kita gewonnen. In Schwerin boten sie der Jury das überzeugendste Programm. Von Bildungsministerin Birgit Hesse wurde sie ausgezeichnet.

Mädchen und Jungen der Ribnitzer Kita „Boddenkieker“ haben zum vierten Mal in Folge den Plattdeutsch-Landes-Wettbewerb gewonnen.

„Das war unglaublich, denn die anderen Kitas waren auch sehr gut“, freut sich Evelin Garske, Leiterin der DRK-Kindertagesstätte. 500 Euro Siegprämie, Bücher und CDs sowie für jedes Kind eine Urkunde gab es für den tollen Erfolg. Und eine kleine Aftershow-Party in der Kita, wie Garske verriet. Der Landeswettbewerb findet alle zwei Jahre statt.

Seit 25 Jahren wird platt gesnackt

Jeden Dienstag wird in der Kita platt gesnackt. Die Erzieherinnen Christine Hoth und Doris Tins studieren dann mit ihren Gruppen Gedichte und Lieder ein, samt passender Tänze. Beide sind seit mehr als 40 Jahren Erzieherinnen, Tins arbeitet seit 1982 in der Ribnitzer Kita, Hoth seit der Wende. Für den Landeswettbewerb hatten sie mit 15 Kindern ein 20-minütiges Programm einstudiert. 30 Kinder nehmen insgesamt am Plattdeutsch-Unterricht teil.

Seit mehr als 25 Jahren gehört das Plattdeutsche zu den Angeboten der Ribnitzer Kita. „Wir haben das auch nicht von Haus aus gelernt. Auch wir mussten uns die Sprache erarbeiten. Wir lernen mit den Kindern mit“, sagt Doris Tins. Das Mecklenburger Platt gehöre einfach zur Region dazu, meint Christine Hoth. „Und die Kinder sind sehr aufnahmefähig, entwickeln sich toll“, so Hoth. Doch nicht nur während der Plattdeutsch-Stunde, auch bei anderen Gelegenheiten wird Platt gesprochen, etwa beim Anziehen. „Das Plattdeutsche ist im Alltag integriert, um das Erlernte zu festigen“, sagt Evelin Garske.

Wertvoll für die Persönlichkeitsentwicklung

Überhaupt unterstreicht der plattdeutsche Sprachunterricht die Ausrichtung der Kita, deren Name ja ebenfalls plattdeutsch ist. Auch mit dem Ausflugsschiff „Boddenkieker“ sind die Kinder regelmäßig unterwegs. Und mit dem Preisgeld der vorangegangenen Landesmeisterschaft wurden maritime Hemden und Hals-Tücher für die Kinder beschafft.

Und damit stehen die Kinder nicht nur beim Landeswettbewerb auf der Bühne. Auf dem Ribnitzer Weihnachtsmarkt, bei Veranstaltungen des Ribnitz-Damgartener Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes – das DRK ist Träger der Kita – oder beim Ribnitzer Folkloretanzfest stellen die Mädchen und Jungen unter Beweis, was sie drauf haben.

Die regelmäßigen Auftritte seien besonders wertvoll für die Persönlichkeitsentwicklung. „Es ist toll zu sehen, wie selbstbewusst die Kinder durch die Auftritte auf der Bühne werden“, sagt Evelin Garske, die hofft, dass das Plattdeutsche an der Kita auch in Zukunft erhalten werden kann. „Ich hoffe, dass auch jüngere Erzieher sich für das Thema begeistern können.“

Niemeyer Robert

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