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Ribnitz-Damgarten Mehrfachtäter bekommt Strafe auf Bewährung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mehrfachtäter bekommt Strafe auf Bewährung
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11:09 10.01.2015
Ein 27-Jähriger Mehrfachtäter kam in Ribnitz-Damgarten mit einer Bewährungsstrafe davon. Quelle: Frank Burger
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Ribnitz-Damgarten

Fünf Straftaten wurden einem 27-Jährigen am Amtsgericht Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) zur Last gelegt - von räuberischem Diebstahl über Sachbeschädigung bis hin zu Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Alle soll er laut Anklageschrift im Jahr 2013 begangenen haben.

So soll er im Juni gemeinsam mit einer Bekannten gewaltsam in eine Wohnung eingedrungen und Mobiltelefone sowie drei Katzen gestohlen haben; später zerstörten sie noch eine Fensterscheibe. Es folgten Sachbeschädigung im September, als der Angeklagte die Spiegel eines Autos beschädigte; körperliche Misshandlung im Oktober und zahlreiche Verstöße gegen Weisungen seiner Führungsaufsicht. Außerdem habe der Angeklagte mehrfach gegenüber Polizeibeamten den Hitlergruß gemacht.

,,Ich habe die falschen Leute kennengelernt", erklärte der 27-Jährige vor Gericht. 2008 wurde er bereits zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt; war seit 2012 wieder auf freiem Fuß und musste sich seither regelmäßigen Atemalkoholtests unterziehen. In elf Fällen verstieß der Angeklagte jedoch gegen diese Weisung seiner Führungsaufsicht.

Ein Ereignis jedoch brachte den jungen Mann scheinbar vorerst zur Besinnung: Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde er Vater. Mit seiner Verlobten ist er von Barth nach Teterow gezogen. 2014 kam er täglich zur Atemalkoholkontrolle auf der Polizeiwache in Teterow - mit null Promille. Zudem versicherte der Anwalt des Angeklagten, dass sich der 27-Jährige bereits um einen ambulanten Therapieplatz bemüht und erste Terminabsprachen getroffen habe.

Diese Entscheidung brachte ihm Pluspunkte vor Gericht: Bei der Urteilsfindung waren sich Staatsanwaltschaft, Richter und Verteidiger sowie die zwei Schöffen einig: Der 27-Jähirge ist in vier Anklagepunkt schuldig. Er wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt, diese jedoch ausgesetzt zur Bewährung. Außerdem muss er 100 Arbeitsstunden leisten und sich einer Alkoholtherapie unterziehen. Im Fall des räuberischen Diebstahls wurde das Verfahren vertagt. 



Anika Hoepken

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