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Mit Hafenbau werden Wünsche wahr

Prerow Mit Hafenbau werden Wünsche wahr

Umweltminister Till Backhaus (SPD) präsentiert am Freitag, wie der geplante Ersatzhafen vor der Seebrücke aussehen wird - und lässt einige Prerower Träume Wirklichkeit werden.

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135 Meter vor der Seebrücke in Prerow soll der Ersatz für den Nothafen Darßer Ort entstehen. Wie der Hafen letztendlich aussehen wird, darüber informiert Umweltminister Till Backhaus am Freitag.

Quelle: Produktionsbüro Tinus (entwurf)

Prerow. Größer als zuvor gedacht wird der Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort (Vorpommern-Rügen). Am Freitag werden Umweltminister Till Backhaus (SPD), der das Projekt zur Chefsache in seinem Ministerium gemacht hat, und der Prerower Bürgermeister René Roloff (Wählergemeinschaft Prerows Zukunft) über die Ergebnisse der Vorplanung und Untersuchung verschiedener Varianten informieren. Dazu wird es Aussagen zur Position des Landes, zur Vorzugsvariante sowie zur Finanzierung des Projekts geben. Beginn der Veranstaltung im Kulturkaten „Kiek in“ in der Prerow ist um 18 Uhr.

Neubau der Seebrücke möglich

Präsentiert werden an dem Abend auch die Ergebnisse zu Untersuchungen zum Zustand der Seebrücke. Projektverantwortlicher Frank Weichbrodt hatte in diesem Zusammenhang „eher einen Neubau“ im Blick, als die Sanierung der bestehenden Seebrücke (die OZ berichtete). Und auch ein großer Wunsch der Kommune, nämlich eine Anlegemöglichkeit für ein Fahrgastschiff, soll mit dem Bau des Ersatzhafens, dem zumindest eine eingeschränkte Etappenfunktion zugewiesen wird, in Erfüllung gehen. So wird es am Freitag auch Aussagen zur Wirtschaftlichkeit des Betriebs eines Fahrgastschiffes geben, wie es in der Ankündigung heißt.

Ideensammlung in mehrtägigem Workshop

In einer ersten Reaktion zeigte sich der Prerower Bürgermeister erfreut, dass die wesentlichen Wünsche der Kommune im Zusammenhang mit dem Hafenbau berücksichtigt würden. In einem eigens organisierten mehrtägigen Workshop hatten die Teilnehmer bereits 2016 Vorschläge zur Verbesserung des bis dahin vorliegenden Entwurfs und gemacht. Damals kamen etliche Ideen zusammen, die im weitesten Sinne die touristische Entwicklung des Ostseebades vorantreiben würden. Aus Schwerin kam die Einschätzung, dass Prerow einen Entwicklungsschub von 20 Jahren nehmen könnte.

Einigung auf gut 20 Punkte

Zuletzt hatten sich die Gemeindevertreter auf eine gut 20 Punkte umfassende Liste verständigt. Von der Landesregierung anaerkannte Vorhaben zur Tourismusentwicklung würden großzügig gefördert, hatte Umweltminister Till Backhaus während der Planungsphase zugesagt. Dazu zählen beispielsweise eine Uferpromenade sowie die Erstellung eines Verkehrskonzepts. Anträge für konkrete Vorhaben wurden in der Zwischenzeit aber noch nicht gestellt.

Anleger für Fahrgastschiff im Plan

Wichtige Wünsche in dem Ostseebad waren aber stets die Anlegemöglichkeit für ein Fahrgastschiff sowie zusätzliche Liegeplätze für Sportboote. Liegeplätze für den Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ sowie Fischerboote waren von Anfang an eingeplant. Statt der ursprünglichen Zahl von rund einem Dutzend Liegeplätze für Sportboote innerhalb des Steinwalls, soll deren Zahl laut aktueller Planung deutlich gesteigert werden, so René Roloff. Insgesamt könnten am Ende mehr als 30 Liegeplätze geschaffen werden. Der Prerower Bürgermeister sieht in den Planungen jedenfalls die Vorstellungen des Ostseebades weitgehend verwirklicht.

Ostseebad wird an Mehrwert finanziell beteiligt

Über Kosten hüllte sich der Bürgermeister in Schweigen. Bekannt ist, dass schon die kleinste Variante mit ausschließlicher Nothafenfunktion wenigstens 20 Millionen Euro kosten würde. Bau, Betrieb und Unterhalt des Ersatzhafens wird finanziell durch die Landesregierung gesichert. Dazu kommen Förderungen von touristischen Zusatzprojekten. Das Ostseebad ist kostenmäßig allerdings mit im Boot, wenn es beispielsweise um die Erstattung von Mehrwert für die Kommune geht.

Info-Abend: 5. Januar, 18 Uhr, Kulturkaten „Kiek in“, Waldstraße 42, Prerow.

Timo Richter

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