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Mit neuem Lichtkonzept in die Zukunft

Barth Mit neuem Lichtkonzept in die Zukunft

Knapp 1,1 Millionen Euro flossen bereits in die Sanierung der Barther St. Marien Kirche

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Die Gäste besichtigten auch die nördliche Sakristei mit ihrem neuen Kronleuchter.

Quelle: Foto: Volker Stephan

Barth. Grund zum Staunen und zur Freude bot sich den Mitgliedern und Förderern des Kirchbauvereins St. Marien Barth, die am Sonntag unmittelbar nach dem Gottesdienst an der Präsentation des aktuell beendeten Bauabschnittes der Kirchensanierung teilnahmen. Der Vereinsvorsitzende Konrad Lanz erinnerte an die Vereinsgründung 2007, als einige Mitglieder davon ausgingen, die Sanierung binnen zehn Jahren abschließen zu können. „Das war zu kurz gegriffen, aber trotzdem ist seither eine Menge passiert. Ich bin froh, das Erreichte heute zeigen zu können.“ Er gab sich überzeugt, die alte Kirche in einen zukunftsfähigen Zustand für die nächsten Generationen bringen zu können. „Nun haben wir das Ziel vor Augen – das war vor zehn Jahren noch anders.“Ausgangspunkt allen Handelns sei damals der Wille gewesen, die Kirche mit ihrer großen kulturhistorischen Bedeutung als lebendigen Ort der Identifikation und Orientierung zu erhalten.

Der abgeschlossene Bauabschnitt war 2014 in das Leader-Programm aufgenommen worden. Aus diesem Programm sowie durch die Unterstützung von Bund, Stiftungen und Privatspendern standen insgesamt 285

000 Euro zur Verfügung. Neben den fortschreitenden Sanierungsarbeiten wurde damit im Bereich des nördlichen Kirchenschiffes ein Beleuchtungskonzept finanziert, das perspektivisch in der ganzen Kirche umgesetzt werden soll. Aus dem Erbe einer früheren, zuletzt in den Niederlanden lebenden Bartherin (5000 Euro) konnte ein dezenter, aber wirkungsvoller Kronleuchter für die frisch sanierte nördliche Sakristei angeschafft werden.

Widrige Umstände hatten den Bauabschnitt, der eigentlich schon im September 2016 beendet werden sollte, bis jetzt hinausgezögert. Architektin Christine Johannsen nannte diese beim Namen:

Bakterienbefall mit „Aktinomyceten“, sodass die Restauratoren in Schutzkleidung und mit Masken arbeiten mussten. „Es war für alle eine große Herausforderung“. Sie selbst hätte 2007 nicht gedacht, bis heute schon so weit vorangekommen zu sein.

Seitdem wurden in sieben Bauabschnitten insgesamt 1,123 Millionen Euro verbaut, so beispielsweise bei der kompletten Sanierung aller Fenster, der Schließung von Mauerwerksrissen, der Sanierung der Kirchenbibliothek oder der Dachentwässerung. Neben der weiteren Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes soll zukünftig auch an den Bänken gearbeitet werden, um sie etwas bequemer zu machen. Auch die Fußbodenrestaurierung steht noch auf dem Plan. Konrad Lanz machte aber auch klar, dass es zum Schutz des Putzes mit den Wandmalereien sowie der Orgel niemals eine beheizbare Kirche geben werde.

Die noch benötigten Mittel bezifferte der Vereinsvorsitzende auf ein Planungsvolumen von 1,4 Millionen Euro. Er dankte der Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen, die mit ihren Bemühungen dazu beigetragen hat, dass die Kirchensanierung mit dieser Summe in das Denkmalschutzprogramm des Bundes aufgenommen wurde. „663000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm bekommen wir schon, das sind etwa 50 Prozent. Deshalb sind wir erneut auf eine Förderung aus dem Leader-Programm und durch Stiftungen angewiesen und bereiten die entsprechenden Anträge vor.“

Nach der Ausschreibung im Herbst 2017 könnte im Frühjahr 2018 der nächste Bauabschnitt beginnen. „Dann wird es aber wegen der Arbeiten im Innenraum Einschränkungen in der Nutzbarkeit der Kirche geben“, kündigte er an.

Falls alles planmäßig läuft, rechnet der Kirchbauverein im Jahr 2020 mit einem großen Fest anlässlich der erfolgreichen Restaurierung der gesamten Kirche.

Volker Stephan

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