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Ribnitz-Damgarten Müller-Kaempff: Zu groß für das Gesetz
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Müller-Kaempff: Zu groß für das Gesetz
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00:00 25.06.2018

Muss der Gründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop, Paul Müller-Kaempff, seinen Platz auf dem Bakelberg verlassen? Das fünf Meter hohe Abbild des Künstlers steht derzeit ohne rechtliche Grundlage nahe der Steilküste. Auch die Interpretation des Popart-Künstlers Moritz Götze eines Malweibes auf dem Schifferberg überragt gesetzliche Regelungen. Für beide Figuren, die zum 125-jährigen Bestehen der Künstlerkolonie Ahrenshoop im zurückliegenden Jahr aufgestellt worden waren, existiert derzeit keine Baugenehmigung.

Die erlaubte Standzeit für Paul Müller-Kaempff auf dem Bakelberg ist, wie die einer Interpretation eines Malweibes, abgelaufen. Quelle: Foto: Dietmar Lilienthals

Baugenehmigung erforderlich

Die ist aufgrund der Größe der Standbilder zwingend erforderlich. Ursprünglich sollten die Wegemarken fünf Jahre an ihren Plätzen stehen. Dafür, sagt der Ahrenshooper Kurdirektor Roland Völcker, habe es keine Genehmigung gegeben. Immerhin durften Paul Müller-Kaempff und das Malweib mit behördlicher Erlaubnis für ein Jahr auf Bakelberg und Schifferberg thronen.

Standzeit abgelaufen

Mittlerweile ist die Standzeit abgelaufen. Weil sich die Figuren in der Landschaft so gut machen, der weithin sichtbare Gründer der Künstlerkolonie sich geradezu zu einem Wahrzeichen entwickelt hat, will Völcker die Werke von Moritz Götze natürlich weiterhin an ihren Plätzen belassen – trotz der Größe. Eine Verlängerung der auf ein Jahr begrenzten Baugenehmigung ist längst beantragt worden. Eine Entscheidung steht noch aus. Während die Figuren nicht fünf Meter groß, sondern maximal 3,99 Meter, dann dürften sie ohne Erlaubnis in die Landschaft gestellt werden. Doch Ahrenshoop hat im Jubiläumsjahr bewusst auf Größe gesetzt.

Touristisch „stellen die Figuren eine echte Bereicherung dar“, urteilt der Ahrenshooper Kurdirektor. Beide Figuren seien „richtig schöne Hingucker“. Mehr noch, die Abbilder Paul Müller Kaempffs und des Malweibes sind „Ziele für unsere Gäste“, so Roland Völcker. Die wandeln dann sozusagen auf historischen Spuren, ist der Standort von Paul Müller-Kaempff doch ganz bewusst gewählt. An der Küste entlangwandernd, hat er hinter der Anhöhe den damals noch kleinen und verschlafen wirkenden Fischerort Ahrenshoop entdeckt, der in der Folgezeit zu Heimstatt und Arbeitsort etlicher Künstler werden sollte.

Weitsicht gefordert

Das Jubiläumsjahr zur Gründung der Künstlerkolonie vor 125 Jahren hatte mit einer Vielzahl von Veranstaltungen etliche Besucher angelockt und zu einer höheren Gästezahl geführt. Inzwischen geht die Sicht der Touristiker wieder mehr in Richtung auf die gesamte Region, wie die jüngste Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Fischland-DarßZingst gezeigt hat. Roland Völcker, der auch Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes ist, spricht von einer Entwicklung im Einklang mit dem Landestourismusverband. Der hatte eine Studie in Auftrag gegeben, Eckdaten präsentierte Völcker während der Mitgliederversammlung. Unterm Strich wird in dem Papier verstärkt ein gemeinsames Agieren gefordert.

Standzeit ist abgelaufen

5 Meter groß sind die Standbilder, die den Gründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop, Paul Müller-Kaempff, sowie die Interpretation eines Malweibes zeigen. Aufgrund der Größe brauchen die Figuren auf dem Bakelberg und dem Schifferberg eine Baugenehmigung.

1Jahr lang durften die Figuren aus der Hand des renommierten Popart-Künstlers Moritz Götze anlässlich des Jubiläums zum 125-jährigen Bestehen der Künstlerkolonie Ahrenshoop stehen. Nun wurde eine Verlängerung der Standzeit beantragt, eine Entscheidung steht noch aus.

Timo Richter

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