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Ribnitz-Damgarten Museums-Bunker startet in die Saison
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Museums-Bunker startet in die Saison
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11:51 17.04.2019
Der Museumsbunker Eichenthal wurde 2007 eröffnet und steht unter Denkmalschutz. Quelle: Robert Niemeyer
Eichenthal/Lindholz

Allen Widrigkeiten zum Trotz startet der Museumsbunker Eichenthal am Karfreitag in die neue Saison. „Ich bin ein Kämpfer“, sagt Museums-Chef Götz-Thomas Wenzel. Dennoch erwartet er, dass es auch in diesem Jahr holprig wird.

Der neue Ein-Mann-Bunker auf dem Gelände des Bunkers Eichenthal wird mit einer Betonplatte stabilisiert. Walter Boenke, langjähriger Mitarbeiter des Bunkermuseums, packt mit an. Quelle: privat

Vor allem die vergangene Saison hatte dem Bunker einen Besuchereinbruch beschert. Der Grund: Wegen der A20-Baustelle und der komplizierten Umleitung hätten viele Besucher den Weg nach Eichenthal nicht gefunden oder gescheut. In diesem Jahr soll die Ortsdurchfahrt Langsdorf erneuert werden, später im Jahr außerdem die Verbindungsstraße zwischen Breesen und Langsdorf, an der der Abzweig zum Bunker liegt. „Ich werde trotzdem nicht aufgeben“, sagt Wenzel.

Die Wintermonate habe er genutzt, die Anlage auf Vordermann zu bringen, zu reinigen und kleinere Reparaturen durchzuführen. Außerdem gibt es ein neues Ausstellungsstück. Wenzel hat einen Ein-Mann-Bunker aufgearbeitet, den sich die Gäste ansehen können.

Möglich wurden dies vor allem durch die breite Solidarität, der der Bunker erfahren habe, nachdem bekannt geworden war, dass sich die Einrichtung aufgrund eingebrochener Besucherzahlen in finanzieller Schieflage befindet. Unter anderem halfen laut Wenzel viele Freunde mit Arbeitseinsätzen. Eine Unterstützung, die Wenzel tief bewegt hat. „Ich war den Tränen nah“, sagt er.

Vonseiten der Politik wird es wohl nur wenig Unterstützung geben. Wenzel hatte gehofft, auf die Schadensausgleichs-Liste für die Einschränkungen und Schäden durch die A20-Baustelle gesetzt zu werden. Zumindest sei ihm aus dem Infrastrukturministerium zugesagt worden, dass er an der Autobahn zwei große Infotafeln mit Hinweis auf den Bunker aufstellen darf. „Eine liebevolle Geste“, sagt Wenzel.

Götz Thomas Wenzel, Macher des Bunker Eichenthals, im Kino des oberirdischen Teils des Bunkers, das auch für Podiumsdiskussionen genutzt wird. Quelle: Robert Niemeyer

Als Museum der dramatischen Art bewirbt Bunker-Chef Götz Thomas Wenzel die ehemalige DDR-Troposphärenfunkzentrale 302. 2004 erwarb Wenzel die 17 Hektar große Bunkeranlage, die sich in desolatem Zustand befand, war sie bis dahin doch als illegale Müllhalde missbraucht worden. Viel Arbeit, Geld und Herzblut steckte der Ex-Berliner in das Museum, das schließlich 2007 eröffnet wurde. In den Tiefen des ehemaligen Atomschutz-Bunkers bringt Wenzel den Besuchern die Geschichte des Kalten Krieges auf actionreiche Art und Weise nahe. In den oberirdischen Gebäuden beschäftigen sich Ausstellungen mit der DDR-Geschichte.

Der Bunker Eichenthal startet am Karfreitag in die Saison. Danach hat das Museum bis 31. Oktober täglich außer freitags von 10.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17 Uhr. Führungen durch den unterirdischen Bunker finden jeweils um 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr statt, nach Bedarf auch 17 Uhr. Mehr unter: www.bunker-302.de.

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Robert Niemeyer

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