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Neue „Frieda“: Bauarbeiten gehen diesen Monat los

Die Kosten der Sanierung Neue „Frieda“: Bauarbeiten gehen diesen Monat los

Die Sanierung des medienkulturellen Zentrums „Frieda 23“ in der Friedrichstraße geht in die entscheidende Phase. Arbeiter beseitigen die letzten Altlasten des früheren Schulgebäudes.

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Sven Ehrecke (48) von der Karo zeigt, wo der Bau für die beiden neuen Kinosäle entstehen soll.

Quelle: Jens Barkhorn

Die Kosten der Sanierung. Bald soll es mit den Bauarbeiten losgehen.

„Wir liegen noch im Zeitplan, im März möchten wir mit dem Rohbau beginnen“, sagt Sven Ehrecke, Sprecher der gemeinnützigen „Kulturaktien Rostock“ (Karo), die Bauherrin der „Frieda“ ist. Die Pfahlgründungen für Kinosaal und Anbau sind bereits erfolgt.

Auch am alten Plattenbau wird künftig tüchtig gewerkelt. „Die Fassade wird optisch deutlich attraktiver“, so Ehrecke. Im Innenbereich sind die alten Fußböden bereits entfernt worden. „Wir werden noch ein paar Räume vergrößern, aber auch neue Wände einziehen“, informiert Ehrecke.

Institutionen aus Kunst und Medien werden in der „Frieda“ ein neues Zuhause finden. Radio Lohro und die Kunstschule werden dort einziehen, aber auch das Institut für neue Medien und das Lichtspieltheater Wundervoll (Liwu), das sogar zwei neue Kinosäle bekommt.

Knapp 4,8 Millionen Euro werden für die „Frieda“ verbaut. Der größte Anteil, 2,9 Millionen Euro, kommt aus der Städtebauförderung. Der Eigenanteil der Karo beläuft sich auf 150 000 Euro. „Den haben wir fast komplett zusammen“, so Sven Ehrecke.

Getragen wird der Eigenanteil hauptsächlich von der Kulturaktie. Ihr Kern: Interessierte können gestaffelte Geldbeiträge leisten, um die Kultur in der Stadt zu fördern. Über sie sind bereits 112

000 Euro zusammen gekommen, dazu noch mal 17 000 Euro aus Spenden.

Noch gibt es die Aktie, für Spekulanten sei sie aber weniger wertvoll, sagt Ehrecke: „Es gibt sozusagen eine kulturelle Dividende. Man trägt dazu bei, dass Kultur in Rostock erhalten wird.“ Deswegen möchte der 48-jährige auch gern daran festhalten. „Wir wollen sie weitervertreiben, um künftig neue Kulturprojekte realisieren zu können.“

Anfang nächsten Jahres sollen die verschiedenen Einrichtungen das neue Haus beziehen können. In der Zwischenzeit haben sie vorübergehend eine Bleibe gefunden. Das Liwu, das vormals im Hansa-Filmpalast untergebracht war, hatte andere Pläne. „Wir wollten ursprünglich direkt ins neue Kino ziehen“, sagt Leiterin Anne Kellner.

Doch die Cinestar-Gruppe setzte das Liwu auf die Straße. Das Lichtspieltheater zog daraufhin ins ehemalige Metropol im Barnstorfer Weg — mit großem Erfolg. „Wir platzen aus allen Nähten, es gibt viele Anfragen für Veranstaltungen“, so Kellner. Man werde prüfen, ob es Möglichkeiten gebe, das Metropol als zweiten Standort weiterbetreiben zu können.

Früher Schule — bald Kulturzentrum
der

„Frieda 23“ belaufen sich auf etwa

4,8 Millionen Euro. Knapp 1,6 Millionen Euro kommen davon aus Bankkrediten, 2,9 Millionen Euro tragen Städtebaufördermittel ein. Die

Hansestadt Rostock und die Karo gAG steuern jeweils 150 000 Euro bei.

In der „Frieda“ entstehen Räume für Radio Lohro, das Liwu, die Kunstschule und das Institut für neue Medien.

Der Plattenbau aus DDR-Zeiten

beherbergte ab 1996 die Jenaplan-

Schule. Vor acht Jahren wurde das

Gebäude Kulturstandort.

Jens Barkhorn

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