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Ribnitz-Damgarten Neue Wohnungen in ehemaliger Lederwarenfabrik
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Neue Wohnungen in ehemaliger Lederwarenfabrik
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16:39 12.01.2018
Früher Lederwarenbetrieb, schon bald Wohnstandort: Das ehemalige riled-Gebäude in der Richtenberger Straße im Stadtteil Damgarten. 14 Wohnungen entstehen hier. Quelle: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Wo einst Lederwaren im Volkseigenen Betrieb (VEB) riled produziert wurden, ist bald schickes Wohnen angesagt. Die MBB Bauunternehmen GmbH Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) will durch Umbau des ehemaligen Betriebsgebäudes 14 Wohnungen schaffen. Ein Teil des Gebäudes wurde abgerissen. Knapp eine Million Euro fließen in das Vorhaben.„Wenn die Arbeiten weiter so gut wie bisher laufen, dann sind sie Ende März abgeschlossen“, sagte Geschäftsführer Michael Bienk gestern auf der Baustelle. In der oberen Etage sind die Handwerker bereits so weit, dass im Februar Interessenten zu einem Besichtigungstermin eingeladen werden können. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 100 Quadratmeter groß und mit Schallschutzfenstern ausgestattet. Demnächst soll es ans Verputzen der Fassade gehen. Zwar hat das Unternehmen im Stadtteil Damgarten bereits Reihenhäuser gebaut, bisher war es aber doch vor allem im Stadtteil Ribnitz tätig. Dass nun auch verstärkt in Damgarten investiert werde, liege daran, dass Damgarten immer beliebter als Wohnstandort werde, so Michael Bienk.

Die in Damgarten hergestellten Taschen waren zu DDR-Zeiten wichtiger Exportartikel

Bei dem Plangebiet handelt es sich um einen Teilbereich der ehemaligen Firma VEB riled Lederwaren in der Richtenberger Straße. Auf einem Teil des Geländes wurden bereits vor Jahren störende Gebäude abgebrochen und mehrere Einfamilienhäuser errichtet. Auf dem Gelände wurden 1950 in einem kleinen Privatbetrieb Igelitdecken und -schürzen produziert. 1953 wurde der Betrieb dann volkseigen. Zuerst hieß er VEB Täschnerwaren, dann VEB Lederwaren, später erhielt das Unternehmen den Namen VEB riled. Die dort hergestellten Taschen waren zu DDR-Zeiten ein wichtiger Exportartikel. Dass jetzt durch die MBB das ehemalige Betriebsgebäude umgebaut und damit Wohnstandort wird, sei ganz im Sinne der Stadt, denn damit verschwindet ein Schandfleck, so Guido Keil vom Bauamt Ribnitz-Damgarten. Durch die Umsetzung des Vorhabens werde das gesamte Areal, das abgesehen von den Anlagen der Deutschen Bahn AG, im Wesentlichen durch eingeschossige Wohnhäuser (Einzelhäuser) in offener Bauweise geprägt ist, aufgewertet.

Stadtplaner suchten für Lederwaren-Betriebsgelände bereits seit Jahren nach einer neue Nutzung

Die Stadtplaner hatten das ehemalige Lederwaren-Betriebsgelände schon sehr lange im Auge und brachten einen Bebauungsplan auf den Weg, um das recht große Gelände zu einem allgemeinen Wohngebiet – unter Ausschluss einer das Wohnen störenden gewerblichen Nutzung – entwickeln zu können. Da für das Objekt im April 2017 eine Baugenehmigung für einen Teilabbruch und Umbau zum Wohnhaus mit 14 Wohnungen erteilt wurde, hat sich dann aber die weitere Arbeit am Bebauungsplan erledigt. Die bestehenden Beschlüsse der Stadtvertretung konnten aufgehoben werden. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bezeichnete Michael Bienk als sehr gut. Bevor man allerdings ein Ergebnis vorliegen hatte, sei ziemlich viel Zeit vergangen. Zu den Problemen, die geklärt werden mussten, gehörte die Frage, ob das komplette Betriebsgebäude abgerissen werden sollte oder es bei einem Teilabriss bleiben könne. Man habe sich schließlich auf Letzteres geeinigt.  Sehr auwändig seien auch die Entkernungsarbeiten auf dem Gelände und die Beseitigung von allerlei Schutt und Abfällen im Gebäude gewesen. „Aber das ist jetzt alles Geschichte“, so Michael Bienk abschließend .

Edwin Sternkiker

Catherina Schmidt ist Bibliothekarin aus Leidenschaft, trotz kleinen Budgets und einer nicht erfüllbaren Erneuerungsquote, die für Fördermittel sorgen würde. Etwa 2000 Euro gehen der Bücherei pro Jahr verloren.

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