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Ribnitz-Damgarten Neuer Name fürs Freilichtmuseum?
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Neuer Name fürs Freilichtmuseum?
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11:24 27.04.2018
Die historische Bockwindmühle: Das Wahrzeichen des Freilichtmuseums in Klockenhagen. Quelle: Peter Schlag
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Klockenhagen
Freilichtmuseum Klockenhagen

Denn zu sehr seien potenzielle Besucher an dem Begriff Freilichtmuseum verhaftet. Kaum trüben Wolken den Himmel, ist gar Nieselregen angesagt, tut sich auf dem Areal im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Klockenhagen nicht mehr viel. Das will Fried Krüger ändern. Unter anderem mit dem Spielboden, der am Sonntag seiner Bestimmung übergeben wurde. Einerseits ein Angebot vor allem für Kinder, sich überdacht spielerisch der Historie zu nähern, andererseits auch die Möglichkeit, Ausstellungsstücke vor dem Einfluss der Witterung zu schützen.

Steigende Besucherzahlen

Vor diesen witterungsbedingten Unbilden will Fried Krüger „seine“ Einrichtung schützen. Tilgen will der Museumschef vor allem den Begriff Freilicht im Namen des immer beliebter werdenden Museums. Freilichtmuseen hängt laut Fried Krüger immer noch das Image an, tot und staubig zu sein. Davon kann in der Einrichtung in Klockenhagen seit Jahren nicht mehr die Rede sein. Seitdem Krüger die Verantwortung für die Entwicklung des Museums übernommen hat, ist der einstige Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst zahlreichen Widerständen zum Trotz auf Kurs geblieben und hat dem Museum nicht nur neue Attraktionen beschert, sondern auch steigende Besucherzahlen.

Mit der gerade erst frisch renovierten Gaststätte und nun mit dem Spielboden gibt es laut Krüger auch gute Gründe, das Museum bei schlechtem Wetter zu besuchen. Da pflichtet die Vorsitzende des Ortsbeirates Klockenhagen, Kathrin Prange, bei. Gerade der neue Spielboden sei doch ein gutes Angebot gerade für Familien.

Immerhin rund 250000 Euro hat sich Fried Krüger die Einrichtung der Indoor-Attraktion kosten lassen. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Daches des Gebäudes, das einst in dem Rostocker Stadtteil Lütten Klein stand, konnte eine große überdachte Fläche geschaffen werden. Schnell war klar, die sollte zum Teil als geschützte Ausstellungsfläche genutzt werden und zudem für als Spielort dienen. Nachdem erst statische Probleme behoben und der Brandschutz hergestellt werden mussten, tauchte mit dem geplanten Einbau einer Rutsche urplötzlich ein neues Problem auf. Passt das Objekt überhaupt in die Umgebung? Fried Krüger war selbst gespannt. Als die Wendelrutsche eingebaut war, konnte die ohne Weiteres als Kornrutsche einer alten Mühle durchgehen. Außerdem ist die nun Teil des Fluchtweges. Über die Rutsche könnten im Notfall viele Menschen in kurzer Zeit das Gebäude verlassen.

Schlechte Busanbindung

Größtes Hemmnis bei der Entwicklung des Freilichtmuseums ist derzeit aber „ein nicht funktionierender öffentlicher Personennahverkehr“. Es gebe Anfragen über Anfragen, sagt Fried Krüger, die abgesagt werden müssten, weil die Schulklassen beispielsweise aus Rostock das Museum nicht problemlos erreichen könnten. Weder gebe es eine ansprechende Busverbindung von Ribnitz-Damgarten aus, noch von Graal-Müritz. Im Vergleich mit anderen Urlaubsregionen sieht Fried Krüger in dieser Frage noch gewaltiges Entwicklungspotenzial. Derzeit jedenfalls, sei die Region in dieser Frage geradezu hinterwäldlerisch. Nicht nur im Zusammenhang mit der geplanten Darßbahn müsse ein neues Konzept erarbeitet werden.

Richter Timo

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