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Ribnitz-Damgarten In Bad Sülze geht neue Wählergruppe an den Start
Vorpommern Ribnitz-Damgarten In Bad Sülze geht neue Wählergruppe an den Start
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14:22 14.03.2019
Stefanie Wendt, Thomas Rosner, Uwe Bobsin, Kathrin Rüssel und Lutz Werner (v.l.n.r.) vom Bündnis "Tosamen för Sült". Sie sind fünf von insgesamt 15 Kandidatinnen und Kandidaten der Wählergruppe, die bei der Kommunalwahl antreten werden. Quelle: Edwin Sternkiker
Bad Sülze

In Bad Sülze hat sich die WählergruppeTosamen för Sült –Gemeinsam für Bad Sülze“, kurz TOSA, gegründet. In Vorbereitung der Kommunalwahl am 26. Mai haben sie ihr vorläufiges Wahlprogramm und die Kandidatenliste verabschiedet sowie einen Vorstand gewählt. Letzterer besteht aus Uwe Bobsin, Steffanie Wendt, Kathrin Rüssel, Lutz Werner und Jürgen Groth. In die Wahl zur neuen Bad Sülzer Stadtvertretung wird das Bündnis mit insgesamt 15 Kandidatinnen und Kandidaten gehen. Zwischen Männern und Frauen besteht fast Parität. Unter ihnen befinden sich unter anderem Geschäftsleute, eine Erzieherin und eine Mitarbeiterin der Median Klinik. Mehrere Kandidatinnen und Kandidaten verfügen über umfangreiche Erfahrungen in der ehrenamtlichen Arbeit, zum Beispiel in der Jugendfeuerwehr, in der Kirchengemeinde oder im Kulturbereich.

Bündnis setzt auf Salz, Sole, Moor und Kurtradition

Die Mitglieder des Bündnisses erkennen an, dass es den Stadtvertretern und Bürgermeisterin Dr. Doris Schmutzer in der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode gelungen sei, die Stadt im Zuge der Haushaltskonsolidierung aus einer wirtschaftlich sehr schwierigen Situation in ein ruhigeres „Fahrwasser“ zu führen. Allerdings habe die letztlich seit fast 20 Jahren andauernde prekäre finanzielle Situation des städtischen Haushaltes eben auch dazu geführt, dass „keine innovativen Stadtentwicklungsprozesse“ in Gang gesetzt werden konnten, heißt es seitens der Wählergruppe. Damit laufe Bad Sülze Gefahr, immer mehr an Attraktivität als Wohn- und Kurort zu verlieren. Uwe Bobsin: „Die Folge dieser Entwicklung ist, dass viele Bad Sülzer, mit denen wir gesprochen haben, resigniert sagen: ’Hier passiert ja doch nichts’. Dem wollen wir entgegenwirken, deshalb die Gründung der Wählergruppe.“

Deren Mitglieder sind sich einig: Das reine Verwalten der Stadt reiche nicht aus. Wenn man vorankommen wolle, dann braucht es Ideen für die Zukunft. Dazu gehört, der Wirtschaft Anreize zu geben, in Bad Sülze zu investieren. Dabei will man mit den Pfunden, die die Stadt hat, wuchern. Das sind Salz, Sole und Moor. Und dazu gehört natürlich auch die Kurtradition. Damit soll der Stadt ihr touristisches Alleinstellungsmerkmal „Ältestes Sol- und Moorbad Norddeutschlands“ zurückgegeben werden. Wenn Bad Sülze eine tourismuswirtschaftliche Zukunft haben soll, müsse man versuchen, wieder ambulante Kuren möglich zu machen, so Bobsin.

Jungen Familien unkompliziert Bauplätze bieten

Weiterhin will sich die Wählergruppe dafür stark machen, dass junge Familien, die den Wunsch haben, sich ein Eigenheim zu schaffen, unkompliziert einen Bauplatz finden, erläutert Lutz Werner. Es dürfe künftig nicht mehr vorkommen, dass, wie geschehen, Bauparzellen verloren gehen, weil dort Bäume aufgewachsen sind und das Ganze zu Wald erklärt wird. Im Auge hat die Wählergruppe auch ältere Menschen: Ihnen soll eine Ansiedlung in Bad Sülze schmackhaft gemacht werden durch die Schaffung altersgerechter Wohnungen. Dazu sollen neue Baugebiete erschlossen und vorhandene leerstehende Gebäude und Flächen genutzt werden. Dabei gehe es auch um die Verbesserung des Stadtbildes. Da denken die Mitglieder der Wählergruppe unter anderem an die freien Flächen, die durch Abriss von Eckhäusern entstanden sind.

Wenn es gelingt, die Wirtschaft unter Nutzung der traditionellen Potentiale anzukurbeln und Bad Sülze als Wohn- und Kurort interessant zu machen, dann kommen mehr Menschen nach Bad Sülze. Entweder, um hier zu wohnen, zu kuren oder einfach nur die Freizeit zu verbringen, so die Hoffnung der Mitglieder der Wählergruppe. Beides bringe Geld in die Kasse der Stadt, macht Uwe Bobsin deutlich. Und dies wäre Voraussetzung dafür, um für die so genannten freiwilligen Leistungen, wie etwa Unterstützung von Vereinen und Kultur, mehr Mittel zur Verfügung zu haben.

Edwin Sternkiker

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