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Ribnitz-Damgarten OZ LESERBRIEFE
Vorpommern Ribnitz-Damgarten OZ LESERBRIEFE
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00:00 12.03.2013

irkung oder gar den Sinn nachgedacht hat. Wie kann man sonst eine solche Aussage, „die Nobert-Schule würde sowieso bald aufgrund der sinkenden Einwohnerzahl schließen“, in einer öffentlichen Ausschuss-Sitzung treffen, die die Bürger der Stadt Barth in Angst und Schrecken setzt? Ein Versprecher? Weiß Frau Klein eventuell mehr? Ich hoffe es nicht, aber sicher kann nur Frau Klein es beantworten, warum sie eine solche Aussage trifft. Denke ich an ihre Funktion in der SPD der Stadt Barth, erwarte ich auch gegebenenfalls eine öffentliche Erklärung. Aber eigentlich, aufgrund eigener Erfahrungen aus diversen Anfragen zu anderen Themen in unterschiedlichen Stadtvertretersitzungen, erwarte ich solche Erklärungen oder gar Antworten eher nicht. Unruhe, Angst und Spekulationen mit unüberlegten Aussagen zu treffen kann jedenfalls meiner Meinung nach nicht die Aufgabe einer, auch von mir einmal gewählten, Abgeordneten der Stadtvertretung Barth sein.

Holger Schmidt aus Barth „Schließung ist nicht

mein Anliegen“

Zu diesem Thema äußert sich die genannte Stadtvertreterin: Ich habe während der Sitzung und nach den Gedanken vom Ausschussvorsitzenden Frank Schröter zur Komplettsanierung Fragen gestellt. Diese bezogen sich auf die weitere Entwicklung der Einwohner- und damit der Kinderzahl in den nächsten Jahren. Meine Gedanken dazu waren und sind folgende: In Auswertung der Kinderzahlen und ihrer Entwicklung müssen wir unsere Schulstandorte genau betrachten. Was nützt uns eine sanierte Schule, wenn sie dann leer steht? Es wäre nicht die erste. Das OZ-Zitat ist da vollkommen falsch und suggeriert, dass ich die „Nobert-Schule“ schließen will. Das war und ist nicht mein Anliegen und kann es auch nicht sein. Ich finde die Idee einer Komplettsanierung ebenfalls besser als eine stückchenweise. Da schließe ich mich Herrn Schröter an und habe dies auch während der Sitzung geäußert. Ein Ergebnis dieser Sitzung war unter anderem, dass die Verwaltung und wir uns damit beschäftigen werden, ein Sanierungskonzept für die Nobert-Schule zu erstellen und nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen. Nichtsdestotrotz haben wir die Pflicht, die städtische Entwicklung genau zu betrachten und Rückschlüsse daraus zu ziehen. Es gibt Studien, wonach die Einwohnerzahl in Barth auf etwa 7000 sinken soll. Allerdings ist mir der Zeitraum nicht bekannt. Dass dies keine Auswirkungen auf die Kinderzahl haben soll, ist mir schwer erklärlich. Seit 1995 hat Barth über 22 Prozent an Einwohnern verloren und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Wenn es so wäre, sollte es doch nur logisch sein, dass wir in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden unter anderem eine Planung aufstellen und sehen, wie und wo wir unseren Kindern bestmögliche Schulbedingungen bieten können.

Während einer Ausschuss-Sitzung sollte es doch möglich sein, verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Kerstin Klein, Barth

OZ

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