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Olympiasieger schwingt sich mit seiner Tochter in den Sattel

Radrenn Olympiasieger schwingt sich mit seiner Tochter in den Sattel

Bahnradfahrer Stefan Nimke (35) verrät im OZ-Interview, warum er dem Marlower Scanhaus-Cup seit Jahren die Treue hält.

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Bahnradfahrer Stefan Nimke hat sich im 1000-Meter-Zeitfahren vor einem Jahr �ber WM-Gold in Melbourne gefreut. Am Wochenende ist er wieder in Marlow beim Scanhaus Cup dabei.

Quelle: David Crosling

Marlow/Schwerin Stefan Nimke ist Stammgast in Marlow. Der 35-jährige Bahnradfahrer hält seit der Geburtsstunde des Scanhaus Cups der Radsportveranstaltung die Treue. Die OZ sprach mit dem Olympiasieger und Weltmeister im 1000-Meter-Zeitfahren auf der Bahn übers Radfahren, seine Karriere und den Vogelpark.

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Im vergangenen Jahr drehten mehr als 500 Teilnehmer des Radsports beim Scanhaus Cup in der Gr�nen Stadt Marlow ihre Runden.

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OSTSEE-ZEITUNG: Herr Nimke, Sie sind seit 1994 dabei, worauf freuen Sie sich am meisten?

Stefan Nimke: Ich freue mich vor allem auf die gute Atmosphäre, viele Rennfahrer wieder zu sehen und sich auszutauschen. Und natürlich hoffe ich auch, spannende Rennen zu sehen. Ich wünsche mir, dass mal ein Mecklenburger gewinnt. Ich setze Hoffnungen in den Schweriner Daniel Rackwitz. Er ist ein Kandidat, der es packen könnte, aufs Treppchen zu kommen. Obwohl es schwer ist, sich gegen Teams als Einzelfahrer zu behaupten.

OZ: Und Sie selbst? Bei welchem Rennen fahren Sie mit?

Nimke: Ich bin am Samstag bei Familienrennen mit meiner Tochter Charlotte dabei. Ich hatte vor sechs Wochen einen Muskelfaserriss und will nun langsam wieder anfangen zu trainieren. Ich hoffe ja auch, dass das Wetter mitspielt und viele andere Kinder auch mitfahren.

OZ: Das Familienrennen ist ja auch Ihre Idee gewesen... Wie kam das?

Nimke: Ich hatte es mal angeregt, weil viele sich sonst nicht trauen, bei den Rennen mitzufahren und es schön ist, mal als Familie zusammen dabei zu sein. Außerdem ist Marlow durch den Vogelpark ja auch ideal als Ausflugsort für Familien. So können hier auch die Rennfahrer ihre Familien mitbringen. Die einen fahren, die anderen verbringen einen schönen Tag im Vogelpark. Meine Frau und große Tochter gehen am Wochenende auch hin.

OZ: Warum unterstützen Sie den Scanhaus Cup als Bahnradfahrer?

Nimke: Ich freue mich über jedes Radsportereignis im Land und versuche es zu unterstützen. Hier war ich von Anfang an dabei und die Veranstaltung ist über Jahre gewachsen. Es ist schön zu sehen, dass sich der Cup in MV inzwischen etabliert hat und zu einer festen Größe geworden ist. Solche Veranstaltungen sind schwer auf die Beine zu stellen.

OZ: Wie geht es bei Ihnen persönlich sportlich weiter?

Nimke: Ich beginne gerade wieder zu trainieren und werde die Deutsche Meisterschaft in Oberhausen im Juli als erstes größeres Rennen anpeilen. Langfristig gesehen möchte ich auf jeden Fall noch zwei Jahre im Radsport weiter machen und noch mal bei einer Weltmeisterschaft dabei sein.

Dann geht‘s los
Zum 10. Scanhaus Cup heute und morgen erwarten die Organisatoren einen neuen Teilnehmerrekord. Knapp 500 Radsportler haben sich angemeldet. Insgesamt stehen an beiden Tagen zwölf Radrennen und drei Radtourenfahrten sowie der Rad-Marathon auf dem Programm — inklusive dem „Fette-Reifen-Rennen“ für Kids bis 14 Jahre und dem „Familienrennen“ am Sonnabend.


Sonnabend


14 Uhr: Radtourenfahrt

„Recknitz-Tour“ (77 km)

14.15 Uhr: Start zum Familienwettbewerb (je ein Kind und ein Eltern- bzw. Großelternteil bilden eine Mannschaft, Rennräder sind nicht erlaubt)

14.30 Uhr: Start zu den „Fette-Reifen-Rennen“ in den verschiedenen Altersklassen

ab 15 Uhr: drei Radrennen in den Klassen Senioren, Jedermann, Elite

20 Uhr: Radlerparty im Brauhaus „Zur Alten Fassfabrik“


Sonntag


7 Uhr: Radmarathon über 202,4 km

10 Uhr: Radtourenfahrt „Bodden-Tour“ (71,5 km)

ab 11 Uhr: sieben Radrennen in den Klassen Senioren, Schüler (U11, U13, U15), Jugend, Elite, Jedermann

Interview von Virginie Wolfram

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