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Ribnitz-Damgarten PSV-Elf baut mit viel Dusel Heimserie aus
Vorpommern Ribnitz-Damgarten PSV-Elf baut mit viel Dusel Heimserie aus
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00:00 22.04.2013
Nach dem Abpfiff jubelten die PSV-Spieler im Mannschaftskreis. Quelle: Tommy Bastian

Fußball/LandesligaWie die Feuerwehr begannen die Landesliga-Kicker des PSV Ribnitz-Damgarten am Sonnabend im ersten Heimspiel seit November vergangenen Jahres. Schon nach vier Minuten traf Mittelfeldspieler Mathias Hirschmüller (22) vor 120 Zuschauern im Stadion am Bodden zum 1:0. Doch am Ende hatte die Mannschaft von Trainer André Hofhansel (49) ganz viel Glück, dass die drei Punkte in der Bernsteinstadt blieben. In der Nachspielzeit vergaben die Güstrower einen Foulelfmeter kläglich — deutlich am Tor vorbei! „Das war unser schlechtestes Heimspiel in dieser Saison“, haderte André Hofhansel nach dem Schlusspfiff. „In der zweiten Halbzeit war es richtiger Sommerfußball. Es tut mir Leid für die Zuschauer“, entschuldigte sich der im Sommer scheidende PSV-Trainer. Seine Mannschaft bleibt zu Hause ungeschlagen.

Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit klar spielbestimmend. Marc Kuster (21) erhöhte auf 2:0 (25.). Der Mittelfeldabräumer traf nach einer Freistoßflanke von Tilo Treptow (23) völlig unbedrängt aus sechs Metern ins Tor. Zwölf Minuten später kam Kuster im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter gab Elfmeter. Abwehrspieler Florian Beu (26) trat an, scheiterte aber an GSC-Torwart Robert Leonhardt. Auf der Gegenseite hatte Marco Kracht kaum was zu tun.

In der zweiten Hälfte verflachte die Partie. Die Ribnitz-Damgartener stellten die Laufbereitschaft ein, schenkten den Ball immer wieder leichtfertig her oder schlugen ihn planlos nach vorne. Die Güstrower versuchten zu spielen, hatten aber keinen strukturierten Spielaufbau. Kurz um: „Das war Fußball zum Abgewöhnen“, verdeutlichte André Hofhansel unzufrieden. „Da haben wir eine schlechte Einstellung gezeigt und uns dem schwachen Spiel des Gegners angepasst“, beschrieb Hofhansel. „Wir waren schön blöd, aber egal. Am Ende haben wir gewonnen“, fasste PSV-Torwart Marco Kracht lapidar zusammen.

Trotz der konzeptlosen Spielweise kamen die Ribnitz-Damgartener zu weiteren guten Chancen, um die Partie vorzeitig zu entscheiden. Adrian Kleinfeldt, Lars Bastian und und der eingewechselte Hans Götzke vergaben gute Schussmöglichkeiten. Alle Versuche verfehlten das Ziel. So kam es in der Schlussphase noch mal zu einer Zittereinlage. Zunächst verkürzten die Güstrower durch Mathias Staben auf 1:2 (90.). In der Nachspielzeit zeigte der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter Mathias Tietze (Wismar) dann plötzlich auf den Punkt — Elfmeter für den Güstrower SC. Doch der Ball strich einen halben Meter am Pfosten vorbei. „Da haben wir Riesenglück gehabt“, gestand André Hofhansel. PSV-Kapitän Niko Treptow (24), der seinen Gegenspieler zu Fall gebracht haben sollte, atmete durch: „Das war niemals ein Elfmeter.“

In der Tabelle festigten die Bernsteinstädter (39 Punkte) den zweiten Platz. Sie liegen weiterhin vier Zähler hinter Spitzenreiter SV Pastow, der 3:0 in Laage gewann. Allerdings hat die PSV-Elf noch vier Nachholespiele in der Hinterhand. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) gastiert der PSV Ribnitz-Damgarten erstmal beim Verbandsliga-Absteiger und Tabellenletzten PSV Wismar.

Aufstellung
PSV Ribnitz-Damgarten: Marco Kracht — Florian Beu, Marcus Hanke, Tom Winkler (55. Christian Thum), Patrick Hansen — Marc Kuster, Niko Treptow — Lars Bastian, Mathias Hirschmüller, Tilo Treptow (85. Markus Kunze) — Adrian Kleinfeldt (71. Hans Götzke).
Wir waren heute schön blöd. Aber egal, denn wir haben gewonnen.“PSV-Torwart Marco Kracht (27)

Tommy Bastian

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