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Perfekter Regattatag dank Sonne und Wind

Bodstedt Perfekter Regattatag dank Sonne und Wind

Auf dem Bodstedter Bodden gingen 41 Zeesboote an den Start. Publikum ließ sich vom Hafenumbau nicht abschrecken.

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Jede Menge rotbraune Segel zierten am Sonnabend den Bodstedter Bodden.

Quelle: Volker Stephan

Bodstedt. 41 teilnehmende Zeesboote, bestes spätsommerliches Wetter und guter Segelwind aus Südost sorgten am Sonnabend für einen wunderschönen Regattatag auf dem Bodstedter Bodden.

Das Publikum hatte sich durch den laufenden Hafenumbau nicht vom Besuch der 49. Bodstedter Zeesbootregatta abhalten lassen. Beim Auslaufen der Zeesboote und während der Regatta wurden sogar auf dem westlichen Steinwall die Plätze rar.

Neben einem eindrucksvollen Panorama des Bodstedter Boddens voller rotbrauner Segel bekamen die Besucher auch an Land einiges geboten. Die einstige Ansammlung von Imbissständen hat sich nämlich mittlerweile zu einem kleinen, aber anspruchsvollen Kunsthandwerkermarkt gewandelt.

Auf das übliche Aus- und Einlaufen der Boote am Vormittag zwecks Sortierung nach Startreihenfolge war aufgrund der Bauarbeiten verzichtet worden. „Ihr müsst dieses Mal selbst darauf achten, die Startlinie in der festgelegten Reihenfolge zu queren“, forderte Nils Rammin vom veranstaltenden Traditionshafen Bodstedt die Steuerleute auf. Das klappte anschließend auf dem Wasser hervorragend.

Auch den dreieckigen Regattakurs segelten alle Boote bei vier bis fünf Windstärken fehlerlos und ohne Zwischenfälle ab, meist ohne die Gaffeltoppsegel (trapezförmige Segel oben). Es war eine Freude, dem schnellen Rennen mit dem langen Bahnschenkel, auf dem gegen den Wind angekreuzt werden musste, zuzuschauen. Für den einzigen Wermutstropfen sorgte der aufgrund der Windrichtung größere Abstand zwischen den Zuschauern an Land und dem Regattafeld.

Zu den größten Fans der Bodstedter Zeesbootregatta gehören wohl Renate (75) und Dieter Otto (80) aus Rerik, die ihr seit 45 Jahren die Treue halten und sich noch an viele Details aus den Anfangsjahren erinnern können. Sein großes Interesse an den Zeesbooten führte Dieter Otto auf seine Jugendjahre zurück: „Wir waren damals Flüchtlinge aus Pommern und kamen für zwölf Jahre bei Fischer Techel unter. Der nahm mich regelmäßig mit zum Zeesen auf das Salzhaff.“ Bei der abendlichen Siegerehrung ging es im Festzelt wieder sehr laut und fröhlich zu, vor allem an den Tischen der Sieger.

Und noch ein Bootseigner zeigte sich zufrieden: Uwe Krohn hatte nach langer Bauzeit seine FZ-91 „De Meckelbörger“ zum ersten Mal richtig gesegelt. „Wir hatten zuvor schon zweimal den Versuch unternommen, aber da herrschte stets Flaute. Ich habe mich heute selbst gewundert, dass wir an so vielen Konkurrenten vorbeizogen — bis unsere Gaffelklau, Führung des Gaffelbaums am Mast, brach.“

Der Schaden sei zwar provisorisch repariert worden, doch danach habe man nicht mehr die vorherige Geschwindigkeit erzielen können. Am 21. September in Althagen will Uwe Krohn mit einem optimierten Boot an den Start der letzten Zeesbootregatta des Jahres gehen.

Sieger
In der großen Klasse gewann FZ-25 „Gertrud“ mit Lienhard Faulbaum.


In der mittleren Klasse siegte

Otto Brand mit der FZ-32 „Grete“.


In der kleinen Klasse steuerte

Manfred Sauerbaum die FZ-55 „De Kamper“ erfolgreich über die Bahn.

 

Volker Stephan

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