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Pilotprojekt: Wustrow macht Kita auch samstags auf

Wustrow Pilotprojekt: Wustrow macht Kita auch samstags auf

Bürgermeister: Mehraufwand ist geringer als gedacht

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Die Samstagsöffnung der Kita wird seit Jahren gefordert, jetzt testen wir, ob das vernünftig ist.Daniel Schossow, Bürgermeister in Wustrow

Quelle: Foto: Timo Richter

Wustrow. Mit einem Pilotprojekt soll über Sinn oder Unsinn einer Samstagsöffnung der Kindertagesstätte entschieden werden. Das kündigte der Wustrower Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) während der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag an. Die Forderungen nach der um einen Tag ausgeweiteten Öffnungszeit gebe es schon seit mehreren Jahren. Nun wurde in Kooperation mit der Belegschaft der Kindertagesstätte intensiv gerechnet. Unterm Strich ist das Ergebnis, es werde nicht so sehr viel teurer, wie anfangs gedacht, sagte Schossow. Nach Abschluss des Pilotprojekts solle entschieden werden, ob eine dauerhafte Samstagsöffnung der Kita vernünftig sei.

Einstimmig haben die Gemeindevertreter den Haushalt der Kommune für das laufende Jahr beschlossen. Schossow bezeichnete das Zahlenwerk als solide und vernünftig. Vor allem betonte der Bürgermeister ein weiter kontinuierliches Sinken der Pro-Kopf-Verschuldung. Aktuell sind es noch 1257 Euro. Größere Vorhaben sind in diesem Jahr nicht vorgesehen. Die haben die Gemeindevertreter bereits im Vorjahr über einen Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht. Hinzu kommen im diesjährigen Etat Maßnahmen in Teilen der Norderstraße und Osterstraße. Und ganz verabschiedet hat sich der Bürgermeister noch nicht von einem Kreisverkehr an der Zufahrt zum Discounter am Ortsausgang nach Ahrenshoop. Die zwischenzeitlich gebaute Verkehrsinsel habe nicht zu den erhofften Effekten zur Tempodrosselung geführt.

Schossow konnte auf weiter steigende Einnahmen aus Erbbaupachtverträgen – da kommen in diesem Jahr 444000 Euro zusammen – der Grundsteuer für bebaute und bebaubare Grundstücke und die Zweitwohnungssteuer verweisen. Und auch bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer sei nach einer kleinen Delle nach dem Weggang eines Einzahlers wieder eine leichte Erholung zu erkennen. Immerhin rechnet das Ostseebad mit 250000 Euro aus dieser Steuer.

Auch Kurdirektor Dirk Pasche kann sich freuen, sein Wirtschaftsplan fand an dem Abend die einhellige Zustimmung der Gemeindevertreter. Pasche rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss von rund 15000 Euro. Der größte Einzelposten auf der Ausgabenseite ist in diesem Jahr die Prüfung der 35 Pfeiler der Seebrücke. Sowohl über als auch unter Wasser wird der Zustand des Materials untersucht. Die Ausgaben dafür veranschlagt Pasche mit 30000 Euro.

Weitere Investitionen erfolgen in neue Parkscheinautomaten und – neu – in Kurkartenautomaten. Damit, erläuterte Dirk Pasche, sollten Tagesgäste die Möglichkeit erhalten, schnell und unkompliziert eine Kurkarte zu erwerben. Ob die das auch wirklich tun, könne allerdings nicht geprüft werden. Dennoch seien die Automaten erforderlich. Denn nur so könnten Tagesgäste erfasst werden. Und das, betonte der Kurdirektor, sei für eine rechtssichere Kalkulation der Abgabe unerlässlich. Wo das nicht erfolgt sei, habe es erfolgreiche Klagen gegen entsprechende Abgaben gegeben.

Und auch die Rettungsschwimmer stehen auf der Invest-Liste Dirk Pasches: Der Hauptturm soll eine neue Küche bekommen. Insgesamt rechnet der Kurdirektor mit Aufwendungen von 865000 Euro in diesem Jahr.

Timo Richter

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