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Ribnitz-Damgarten Pläne für Altstadtumfahrung vorgestellt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Pläne für Altstadtumfahrung vorgestellt
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17:06 16.02.2018
Klaus-Peter Muderack erläutert die Planungsvarianten, sitzend Bauamtsleiter Manfred Kubitz. Quelle: Foto: Volker Stephan
Barth

Nachdem Klaus-Peter Muderack, Geschäftsführer des Marlower Ingenieurbüros Voss & Muderack, dem Barther Ausschuss für Bau, Umwelt, Ordnung und Sicherheit am Dienstagabend den Planungsstand zum zweiten Bauabschnitt der westlichen Altstadtumgehung vorgestellt hatte, folgte in einer regen Diskussion die Abwägung der Vor- und Nachteile unterschiedlicher Linienführungen.

Der zweite Bauabschnitt soll über den Holzreiterwall/Bleicherwall führen. Er soll die Lücke zwischen dem ersten Abschnitt, der sich vom Bahnübergang über den Gärtnergang bis zum Spielplatz am Tückmantel hinzieht, und der Barthestraße schließen. Nach Fertigstellung wird es möglich sein, das historische Stadtzentrum mit dem Auto zu umrunden.

Im Wesentlichen unterschieden sich die vorgestellten Varianten in der Art der Umfahrung des Trafohauses in der Nähe des Garagenplatzes. Neben einer westlichen und östlichen Streckenführung hatte das Ingenieurbüro auch vorgeschlagen, das Trafohaus zu versetzen, um eine möglichst gerade Linienführung mit sanften Kurven zu erzielen. „Wir müssen bedenken, dass wir für die nächsten 60 Jahre bauen.

Deshalb wäre es sinnvoll, das verkehrsdynamisch im Wege stehende Trafohaus umzusetzen“, begründete Klaus-Peter Muderack die auch vom Bauamt favorisierte Variante, der sich letztlich auch der Bauausschuss mit großer Mehrheit anschloss. Als Kosten für die Umsetzung des Trafohauses nannte er eine Summe von etwa 90000 bis 100000 Euro. Der Baubeginn solle nach Gesprächen mit den Stadtwerken in diesem Jahr erfolgen.

Eine Besonderheit des zweiten Bauabschnittes wird die räumliche Trennung von Fahrbahn und Geh-/Radweg darstellen. Während die über den Holzreiterwall führende Fahrbahn, die an der bisherigen Stelle mit der Arndtstraße verbunden bleibt, am anderen Ende über das Grundstück der einstigen Bäckerei Ewert in die Barthestraße münden soll, ist für den Bau des kombinierten Geh- /Radweges die Baumallee auf dem Bleichwall vorgesehen. „Damit würden wir gleichzeitig die Grundstücke der Anlieger befahrbar machen. Zum Schutz der Baumwurzeln dürfen wir allerdings keine Bordsteine setzen“, schränkte der Planer ein. Deshalb wäre die Verwendung von Kunststoffplatten (TTE-System), deren Fächer wahlweise mit Pflastersteinen oder Rasen gefüllt werden könnten, eine ideale Lösung. Mit etwa 52 bis 55 Euro/Quadratmeter wäre diese Ausführung etwas teurer als eine Pflasterung.

Bauamtsleiter Manfred Kubitz machte klar, dass die Anlieger keine Kostenumlegung nach der Straßenbaubeitragssatzung zu befürchten haben: „Die Grundstücksgrenzen liegen am Rand des Sanierungsgebietes, eine Doppelbelastung der Eigentümer ist nicht gestattet. Jedoch würden wir gern die privaten Auffahrten zu den Grundstücken, die aus der Förderung fallen, einheitlich gestalten. Deshalb werden wir die Eigentümer bitten, uns das Geld zu geben und ihre Auffahrten mitbauen zu lassen.“

Lichtmasten könnten wegen des Baumbestandes am Geh-/Radweg nicht aufgestellt werden. Übrig bliebe nur das Setzen von Lichtpollern. „Bei denen bekämen wir es aber wahrscheinlich mit Vandalismusschäden zu tun“, gab Klaus-Peter Muderack zu bedenken.

Für den Holzreiterwall sind Lichtquellen am Anfang und am Ende sowie in den Anbindebereichen zum Bleicherwall vorgesehen. Die Fläche des Spielplatzes soll mit einem zwei Meter hohen Stabgitterzaun umgeben werden. Der Ein-/Ausgang soll auf der Seite des Bleicherwalls liegen.

Der Fahrzeugverkehr vom Holzreiterwall in Richtung Norden soll linksabbiegend über den zu erneuernden Abschnitt der Barthestraße bis zur Dorfstellenstraße geführt werden.

Wegen der Angliederung eines kombinierten Geh- und Radweges an der Südseite werde sich die Fahrbahnachse der Barthestraße in diesem Teil etwas nach Norden verschieben, sagte Muderack.

„Wir haben nur eine Ausfahrt aus dem Stadtzentrum und wollen nicht noch mehr Verkehr hineinleiten“, begründete Bauamtsmitarbeiter Friedrich Carl Hellwig die angestrebte Verkehrsführung. „Wer wirklich ins Zentrum fahren möchte, muss die bisherigen Zufahrten nutzen.“

Volker Stephan

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