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Ribnitz-Damgarten Borner Feuerwehr nach Unfall in gedrückter Stimmung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Borner Feuerwehr nach Unfall in gedrückter Stimmung
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00:00 31.03.2014

Die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Born begann am Samstag mit erheblicher Verspätung. Die Kameraden waren erst unmittelbar zuvor von dem schweren Verkehrsunfall bei Prerow zurückgekehrt. Hier hatten sie zwei Tote sowie zwei schwer Verletzte bergen müssen (Seite 9).

Wehrführer André Erlebach ermunterte die sichtlich gezeichneten Kameraden die Hilfe eines Seelsorgers in Anspruch zu nehmen, falls der Unfall psychische Belastungen beim Einzelnen hinterlassen haben sollte.

2013 sind die 30 aktiven Mitglieder der Freiwillligen Feuerwehr Born zu 43 Einsätzen gerufen worden, 18 mehr als ein Jahr zuvor. Alarmiert wurden sie zu elf Rettungseinsätzen auf dem Wasser. Hier führte der lange Winter dazu, dass die jahresdurchschnittlich 20 Einsätze nicht erforderlich waren. Dafür hinterließen die Stürme ihre Spuren, 14 Mal wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen. Hinzu kamen acht Brandeinsätze, einer der größten war ein Dachstuhlbrand in Prerow, ein Verkehrsunfall, mehrere Menschenrettungen sowie drei Fehlalarme.

Bürgermeister und Kreiswehrführer Gerd Scharmberg zeichnete den stellvertretenden Wehrführer Jens Behrens sowie Edwin Knopf als Hauptlöschmeister aus.

Nach dem Ausfall ihrer bisherigen Pumpe braucht die Feuerwehr Born eine neue mobile Tragkraftpritze. Nach Scharmbergs Worten gilt es einen Kompromiss zu finden zwischen hoher Förderleistung einerseits und ihrem Gewicht andererseits, um sie auf den Booten der Borner Feuerwehr einsetzen zu können. Um die Gemeinde bei der Anschaffung der Pumpe zu unterstützen, hat sich der Förderverein der Feuerwehr bereit erklärt in einer Co-Finanzierung die Hälfte der Anschaffungskosten von rund 12 000 Euro zu übernehmen.

2013 hat der Förderverein die Feuerwehr bei 21 Vorhaben mit insgesamt 15 000 Euro unterstützt. Wie der Vereinsvorsitzende André Erlebach ausführte, wurden unter anderem nach dem vorangegangenen harten Winter Rettungsleinen und Eisspikes zur Selbstrettung angeschafft, der rote Unimog mit einer Standheizung ausgerüstet, gegen Dachbrände in  Nebellöschsysteme investiert. Die 13 Jugendlichen der Borner Jugendfeuerwehr erhielten neue Parkas, Mützen und Handschuhe. Das Schlauchboot wurde mit Kartenplotter und einem AIS-System ausgerüstet. Es mussten ein Saugkorb und mehrere Schläuche gekauft werden.

In das neue Jahr geht der Förderverein nach den Worten des Finanzvorstands Edwin Knopf mit einem Guthaben von rund 17 000 Euro.

Lutz Beukert



OZ

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