Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Kein Geld für Radweg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kein Geld für Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:57 27.08.2013
Bad Sülze

Das Wegstück zum Kurpark Bad Sülze ist in einem schlechten Zustand. Das hat unter anderem auch Bernd Jeske aus Ribnitz-Damgarten im September vergangenen Jahres bei einer Tour per Fahrrad von Marlow nach Bad Sülze feststellen müssen. Er wandte sich mit einem Brief an Bürgermeisterin Doris Schmutzer.

„Im landschaftlich sehr schönen Recknitztal führt der gute Radweg bis zum Stadion Unteres Recknitztal. Obwohl der Radweg dann nach rechts in Richtung Klinik führt, sind wir links den Weg direkt in den Dahlienpark gefahren. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass sich dieser Weg in einem schlechtem Zustand befindet, obwohl er direkt zu den touristischen Hauptattraktionen der Stadt Bad Sülze (dem Dahlienpark und dem Salzmuseum) führt. Vielleicht lässt es sich, trotz knapper Kassen in allen Orten, einrichten, dieses Stückchen Weg in einen gut befahrbaren Zustand zu versetzen. Die Radfahrtouristen und, wie wir glauben, auch die Zuständigen für den Park und das Salzmuseum (übrigens sehr informativ, liebevoll eingerichtet mit freundlichen Mitarbeitern) würden es Ihnen danken.“

Im August dieses Jahres sei er den etwa 500 Meter langen Weg bis zum Dahlienpark erneut mit dem Rad gefahren und habe dabei feststellen müssen, dass sich dessen Zustand gegenüber dem Vorjahr sogar noch verschlechtert habe.

Bürgermeisterin Doris Schmutzer reagierte in der jüngsten Sitzung der Bad Sülzer Stadtvertreter auf diesen Brief und verwies darauf, dass sich die Investitionen für einen Radweg auf insgesamt 140

000 Euro belaufen. Der Eigenanteil der Kommune würde bei rund 47 000 Euro liegen.

„Dieses Geld haben wir derzeit einfach nicht“, machte die Bürgermeisterin in der Beratung mit Blick auf die nach wie sehr angespannte Haushaltslage der Dahlienstadt deutlich. Dies habe sie dem Schreiber des Briefes auch so mitgeteilt. Das Stichwort Haushalt nahm Stadtvertreter Hans-Joachim Uhn auf und fragte in Richtung Detlef Schulz, leitender Verwaltungsbeamter, wie es mit dem Haushalt der Stadt denn aktuell aussehe.

„Die geplanten Einnahmen kommen, bei den Ausgaben wird gespart, wo es nur geht“, gab Schulz etwas zögerlich zur Antwort und fügte dann noch hinzu: „Im Moment sieht es so aus, dass wir durchs Jahr kommen.“

Edwin Sternkiker

Anzeige