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Kitas der Bernsteinstadt sind rappelvoll

Ribnitz-Damgarten Kitas der Bernsteinstadt sind rappelvoll

Steigende Kosten im Kita-Bereich: Ribnitz-Damgarten plant als Gemeindeanteil dieses Jahr rund 1,6 Millionen Euro. Auch Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen.

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In der Kindertagesstätte in Damgarten gibt‘s für die Lütten viele Spielmöglichkeiten. Das nutzen auch Hedwig, Helena, Henning und Bruno gern. Die Evangelische Kita „Sonnenblume“ befindet sich auf dem Grundstück des ehemaligen katholischen Pfarramtes.

Quelle: Paula Mittermayer

Ribnitz-Damgarten. Die Kitas der Bernsteinstadt sind sehr gut ausgelastet. Sechs Einrichtungen gibt es derzeit, plus 28 Tagespflegeplätze. 203 Mädchen und Jungen werden in den Kinderkrippen, 412 in den Kindergärten in Ribnitz und Damgarten betreut. „Das ist eine sehr hohe Auslastung, im Kindergartenbereich sind alle Plätze belegt“, erläutert Amtsleiterin Heike Karnatz.

Auf den steigenden Bedarf wird reagiert. 2014 sind umfangreiche Mittel in die Kapazitätserweiterungen der Kitas „Boddenkieker“ (Träger ist das DRK) und der „Kinder-Akademie“ (Institut Lernen und Leben) geflossen. Selbst eine zusätzliche siebente Kita würde anhand der prognostizierten Kinderzahlen Sinn machen. „Wir haben konstante Geburtenzahlen“, merkt Heike Karnatz an: „115 pro Jahr. Und steigend.“

Finanziell hat die Kita-Betreuung für die Bernsteinstadt jedoch noch eine andere Komponente: Der Gemeindeanteil an der Kinderbetreuung steigt. 2014 machte er für Krippe, Kindergarten und Hort insgesamt etwa 1,39 Millionen Euro aus. „2015 werden es wahrscheinlich rund 1,6 Millionen Euro sein“, so die Amtsleiterin. Mehr als 200 000 Euro zusätzlich, die im Stadthaushalt zu stemmen sind. Die Betreuungskosten in den Kitas werden vom Land, dem Landkreis, von der Wohnsitzgemeinde und den Eltern getragen.

Vier, die in unterschiedlicher Höhe an den Kosten beteiligt werden — was ein Grund dafür ist, dass die Kommune mehr Ausgaben einplanen muss. Denn trotz steigender Platzkosten lässt das Land seinen Finanzanteil im Kindergarten auf gleicher Höhe. 2014 gab‘s beispielsweise vom Land für einen Ganztagsplatz im Kindergarten 93,38 Euro, 2015 ist das unverändert. Da sich der Kreis-Anteil prozentual am Land orientiert, ist es beim Kreis genauso, 2015 gibt es genauso wie 2014 für einen Ganztagsplatz im Kindergarten 26,89 Euro. Für einen Hortplatz geben Land wie Kreis jeweils 51,51 Euro.

Folge der eingefrorenen Zuschüsse: Fallen Mehrkosten an, müssen das die Eltern stemmen — und die Wohnsitzgemeinde. Und das in Zeiten steigender Kosten. Die fallen beispielsweise aufgrund von Tarifsteigerungen oder durch die Einführung des Mindestlohnes bei Essenversorgern an. Bei den sechs Kitas der Bernsteinstadt sei eine Entgeltanpassung beispielsweise bei den Kleinen Weltentdeckern in der Kinder-Akademie erfolgt, erläutert Heike Karnatz, gleiches gelte in der Kita „Sonnenblume“. Angemeldet zur Prüfung sind Anpassungen für die Kitas „Boddenkieker“ und „Lütt Hüsung“, bei beiden ist das DRK der Träger. „Wir sind in Verhandlungen mit dem Kreis“, erläutert DRK-Geschäftsführer Gert Petersohn den Stand der Dinge. Voraussichtlich ab März würden die Kosten angepasst.

Das Land entlastet die Eltern bei den Kosten der Kinderkrippe. Das macht sich auch für die Kommune bemerkbar. Die durchschnittlichen Zuschüsse pro Platz betrugen für die Stadt voriges Jahr 273,16 Euro, für 2015 wird mit 250,75 Euro pro Platz gerechnet.

Warteliste mit 20 Familien

6 Einrichtungen gibt es in Ribnitz- Damgarten. Dies sind die Kita „Rosengarten“ mit 76 Plätzen und die DRK-Kitas „Lütt Hüsung“ und „Boddenkieker“. Letztere ist, mit mehr als 200 Plätzen, die größte Kindereinrichtung in der Bernsteinstadt. Die weiteren Einrichtungen sind die Kita „Kleine Weltentdecker“, die vom
Arbeitersamariterbund betriebene Kita „Zwergengarten“ in Klockenhagen
sowie in Damgarten die Evangelische Kita „Sonnenblume“.



20 Familien stehen derzeit auf der Warteliste für Kita-Plätze.

 



Peter Schlag

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