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Löschwasserversorgung wird unter die Lupe genommen

Ribnitz-Damgarten Löschwasserversorgung wird unter die Lupe genommen

Ausschuss regt Anlage von Löschteichen an. Hightech weist den Feuerwehrleuten den kürzesten Weg zu den Hydranten.

Ribnitz-Damgarten. In puncto Verbesserung der Löschwasserversorgung muss in Ribnitz-Damgarten an verschiedenen Stellschrauben gedreht werden. Darin sind sich die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Verkehr sowie Stadtwehrführer Steffen Harder einig. Beispiel Ortsteil Langendamm. Der am Bodden gelegene Ort hat jede Menge Löschwasser vor der Haustür. Es gibt nur ein Problem, so machte Harder in der jüngsten Sitzung des Ausschusses deutlich: „Man kommt nicht ran.“ In Langendamm wie anderenorts würden die Wege zu den Entnahmestellen zu offenen Gewässern nicht mehr gepflegt werden.

Es müsse auch generell darüber gesprochen werden, ob alte Feuerlöschteiche wiederbelebt werden oder neue angelegt werden können, fordert Ausschussvorsitzender Horst Schacht.

„Sowohl in puncto Feuerlöschteiche als auch Zuwegung zu vorhandenen natürlichen Gewässern sah es schon mal wesentlich besser aus“, sagte Ausschussmitglied Ulrich Borchert, der auch Chef der Feuerwehr Klockenhagen ist.

Das Thema Löschwasserversorgung wurde nach dem Brand im Ortsteil Freudenberg Anfang August, bei dem mehr als ein Dutzend Scheunen, Schuppen, Garagen sowie ein Wohngebäude zerstört wurden, akut.

Bürgermeister Frank Ilchmann kündigte nach dem Brand an, dass über zusätzliche Hydranten und auch über Feuerlöschteiche geredet werden müsse. Ein weiteres Problem in den Außenbereichen der Stadt: Um bei größeren Bränden die Wasserversorgung sichern zu können, müssen mehrere Hydranten angezapft werden. Damit sei aber die Überbrückung langer Wege durch Schlauchleitungen notwendig, erläutert der Stadtwehrführer. „Jetzt soll ein Schlauchwagen angeschafft werden. Der verfügt über 1800 Meter Schlauch, damit lassen sich lange Wegstrecken gut aufbauen.“ Die Stadt hat dafür 100 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Ausreichend Löschwasser und Schläuche zu haben, ist das eine, das andere ist, die Hydranten auf kürzestem Wege zu finden. Da habe der Wasserversorger Boddenland der Feuerwehr eine Netzkarte zur Verfügung gestellt, berichtete Harder den Mitgliedern des Ausschusses. Der könne man entnehmen, wo sich die Hydranten befinden. Diese Informationen seien auch online abrufbar.

Harder: „Von jedem unserer Fahrzeuge aus ist es möglich, per iPad festzustellen, wo sich die Hydranten befinden und wie viel Löschwasser pro Stunde sie liefern können.“

Auch in der Organisation der Einsätze seien Veränderungen vorgenommen worden, erläuterte er weiter. „In Auswertung eines Brandes auf dem Betriebsgelände einer Elektrofirma in Freudenberg im Jahre 2009 wurde festgelegt: Wenn es im Außenbereich eine Alarmierung gibt, dann werden grundsätzlich alle Wehren in Marsch gesetzt.“

 

 

Edwin Sternkiker

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