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Ribnitz-Damgarten Stralsund buhlt um Ansiedlung von Erdölfirma
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stralsund buhlt um Ansiedlung von Erdölfirma
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00:00 29.03.2014

Die Hansestadt Stralsund will von einer eventuellen Erdölförderung zwischen Saal und Barth profitieren. Sie hofft auf eine Ansiedlung des Erdölförderers Central European Petroleum GmbH (CEP). Das wurde am Rande des Wirtschaftsforums im Stralsunder Rathaus deutlich. Dazu waren auf Einladung von Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) über 100 Vertreter von Unternehmen und Verbänden aus der Region erschienen.

Stralsunds Wirtschaftsförderer Peter Fürst redete im OZ-Gespräch Klartext: „Natürlich wünschen wir uns, das CEP in die Stadt kommt.“ Weiter wollte er sich aber auch nicht in die Karten schauen lassen. In Gesprächen dürfte es aber vor und nach dem Wirtschaftsforum im Rathaus aber durchaus Annäherungsversuche gegeben haben. Bei einer Ansiedlung — auf die natürlich auch die in erster Linie betroffenen Gemeinden wie Barth, Saal oder Ribnitz-Damgarten hoffen — würde die Gewerbesteuer an den jeweiligen Standort gehen. Der Holländer Jacobus Bouwmann, Executive Vice President bei CEP, hielt einen Vortrag über die Pläne des Unternehmens. Seinen Worten zufolge beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Probebohrungen bei Saal. „Wir gehen von 215 Millionen Barrel aus, die dort im Boden schlummern“, erklärte er dem Publikum.

Bouwmann verspricht Schwerin hingegen im Falle einer Förderung bei Saal kräftige Einnahmen. Zehn Prozent des Wertes von dem, was aus dem Bohrloch kommt, stünden per Gesetz dem Land MV zu. Ob CEP sich aber tatsächlich am Sund oder überhaupt in Vorpommern niederlässt, ist derzeit noch nicht klar. Jens-Peter Woldt



OZ

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