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Ribnitz-Damgarten Polstereien: Nicht nur für bequemes Sitzen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Polstereien: Nicht nur für bequemes Sitzen
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00:00 02.02.2018
Polsterer Karl Ehling leitet das Unternehmen.

Schon als Schuljunge half Karl Ehling in der Werkstatt seines Vaters mit, der 1952 in Damgarten eine Sattlerei eröffnete. Aus der Sattlerei wurde dann schnell ein Raumausstatter mit Standort in Ribnitz. Allerdings konnten sich die Menschen unter dem Begriff nur wenig vorstellen. Als aus dem Raumausstatter schließlich die Polsterei wurde, kamen auch die Kunden. Da Karl Ehling mit dem Beruf aufwuchs und ihn auch lieben lernte, übernahm er nach seiner Lehre 1974 in zweiter Generation den Betrieb.

Heute lebt der Beruf von der Handarbeit. Mit Hammer, Schere, Ahle, Gurtspanner und Nähmaschine werden in seiner Polsterei Möbel repariert und wieder aufbereitet. Mit seinem Sohn Manfred arbeitet Karl Ehling in der Werkstatt, aber auch für die Beratung der Kunden sind sie verantwortlich. Vor allem im Frühjahr lassen sich Kunden die Möbel passend auffrischen. Auch viele Eigentümer von Ferienhäusern zählen zu den Auftraggebern.

Eine Erneuerung der Möbel lohne sich jedoch nur dann, wenn das Grundgestell in einem stabilen Zustand ist. Aufgrund von hohen Reparaturkosten schlagen deshalb viele Kunden lieber den Weg zu großen Möbelketten für ein neues Einrichtungsstück ein. Trotz allem lässt die Nachfrage bei Ehling nicht nach. Im Einzugsbereich von Fischland-Darß-Zingst über Rostock bis Tessin finden sich Auftraggeber.

Auch ein Magdeburger richtete sich mit der Polsterei Ehling seine Ferienwohnung an der Ostsee ein. Das mangelnde Interesse an diesem Beruf macht sich allerdings auch bei Ehling bemerkbar. Sein letzter Auszubildener war sein eigener, zweiter Sohn, der jedoch eine andere berufliche Laufbahn einschlug. Es seien Anfragen da, oft fehle es jedoch an Motivation und Interesse für diese Arbeit.

„Das ist der Zeit geschuldet“, so Ehling. „Früher gab es in Ribnitz noch 12 bis 13 Bäcker und vier Schuhmacher“, so Ehling weiter: „Heute kann man sie alle an einer Hand abzählen.“

Seine Nachfolge sei allerdings trotzdem gesichert. Sohn Manfred ist Geschäftsführer in der dritten Generation.

era

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