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Ribnitz-Damgarten Potenzieller Spender gefunden
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Potenzieller Spender gefunden
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15:12 30.04.2018
Mehr als 1000 Menschen wie hier in der Feuerwehr in Lüdershagen ließen sich in den vergangenen Wochen typisieren. Quelle: Robert Niemeyer
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Prerow

Großartige Neuigkeit am Donnerstagmorgen. Für die an Blutkrebs erkrankte Prerower Frauenärztin Dr. Inka Horn ist offenbar ein Stammzellenspender gefunden worden. Das teilten die Administratoren der Seite „Inka muss leben“ im sozialen Netzwerk Facebook gestern mit. „Nachdem Inka ihre letzte Hochdosischemo überstanden hat, und die Leukämiezellen bis aufs letzte vernichtet wurden, hat Inka endlich die lang ersehnte Nachricht bekommen: Es gibt einen potenziellen Spender für Inka“, heißt es auf der Seite.

Mehr als 1000 Menschen typisiert

Anfang März erreichte Horn die Nachricht von der schlimmen Erkrankung. Vor allem über das Internet nahmen die Menschen am Schicksal der Mutter dreier Mädchen (15 Jahre und Zwillinge im Alter von neun Jahren) Anteil. Gleichzeitig entwickelte sich eine Welle der Solidarität. Fast wöchentlich wurden Typisierungsaktionen durchgeführt, bei denen sich mehr als 1000 Menschen nach dem Motto „Stäbchen rein, Spender sein“ als Stammzellenspender registrieren ließen.

So beteiligten sich unter anderem die Feuerwehren in den Amtsbereichen Barth und Ribnitz-Damgarten. Mehr als 300 Menschen ließen sich im Bereich Barth registrieren, mehr als 200 in den Ribnitz-Damgartener Feuerwehren. Zur Typisierungsaktion in der Darßer Arche in Wieck kamen 435 Menschen, zur Aktion in Karl’s Erlebnisdorf in Rövershagen nochmal mehr als 300.

Ein Riesenerfolg

Ein bisschen Geduld ist jedoch noch gefragt. „Wenn alles gut geht, der Spender nicht absagt und alles passt, könnte es sein, dass Inka in circa vier Wochen auf die Transplantationsstation kommt, um dort ihre Spende zu erhalten“, heißt es auf der Facebook-Seite „Inka muss leben“. Inka Horns Zustand sei perfekt für eine Transplantation. „Wir sind sehr glücklich. Auch Frau Horn hat die Nachricht sehr euphorisch aufgenommen. Wir gehen vom Besten aus“, sagt Susanne Stolpmann, eine der Initiatoren der zahlreichen Hilfsaktionen für die Prerower Ärztin. „Es ist ein Riesenerfolg, dass in so kurzer Zeit so viele Menschen mitgefiebert haben und noch immer mitfiebern und mitmachen“, sagt Susanne Stolpmann.

Freunde und Patientinnen Horns hatten die Aktionen organisiert. Die Ärztin ist über ihren Beruf hinaus engagiert und als liebenswerter und hilfsbereiter Mensch bekannt und beliebt. „Jede und jeder findet bei ihr offene Türen und ein offenes Ohr, bekommt einen ernsten oder fröhlichen Rat. Was sie hat, gibt sie gern, seien es Kraft, Geld, gute Laune oder einfach ihre Zeit“, schreiben die Macher der Facebook-Seite. Um zusätzliche Kosten und Einnahmeausfälle aus der Praxis aufzufangen, wurde zudem auch eine Spendenaktion gestartet, um die finanzielle Lücke, die die schlimme Krankheit gerissen hat, aufzufangen.

Weltweit größte Spenderdatei

Die DKMS-Datei potenzieller Knochenmark- und Stammzellspender enthält weltweit über sechs Millionen Personen, davon über 4,3 Millionen in Deutschland. Bezogen auf den Anteil der in Deutschland lebenden Spender verfügt die DKMS über etwa 60 Prozent aller in Deutschland typisierten Spender und etwa 18 Prozent aller weltweiten Spender. Die DKMS betreibt die weltweit größte Spenderdatei. Täglich werden weltweit durchschnittlich 18 Stammzelltransplantate, die von bei der DKMS registrierten Spendern stammen, an Patienten vermittelt. Spender zu werden ist einfach: Fordern Sie online das Registrierungs- Set der DKMS (früher Deutsche Knochenmarkspenderdatei) an. Sie erhalten dann ein Set mit Wattestäbchen.

Niemeyer Robert

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