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Pütnitz: Findlinge stören Bohrungen

Ribnitz-Damgarten Pütnitz: Findlinge stören Bohrungen

Die Bauarbeiten unter dem Ribnitzer See verzögern sich: Die Pilotbohrung musste wegen fester Gesteinsschicht mehrfach abgebrochen werden. Jetzt rückt Spezialtechnik an.

Ribnitz-Damgarten. Widerstand durch Findlinge: Die Bohrungen unter dem Ribnitzer See gestalten sich schwieriger als gedacht. Die Spezialisten sind in bis zu 32 Meter Tiefe auf große Findlinge gestoßen. Seit Mitte Februar ist die Firma Bohrtechnik aus Sachsen-Anhalt auf der Ribnitzer Gänsewiese im Einsatz. Eine 250 Tonnen-Bohranlage soll den unterirdischen Weg ebnen für die Versorgungsleitungen des Solarparks Pütnitz.

„Die Arbeiten sind jetzt in Zeitverzug geraten, weil man unerwartet auf Findlinge und hartes Mergelgestein gestoßen ist“, informierte der städtische Bauamtsleiter Stefan Krause den Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend. Die Pilotbohrung musste mehrmals abgebrochen und neu angesetzt werden.

Fotos des Unternehmens zeigen, wie stark der Bohrkopf während der bisher erfolgten Arbeiten abgenutzt wurde. „Die Schwierigkeit liegt vor allem in dem Wechsel zwischen weichem und hartem Bodenmaterial“, erklärt Projektleiter Andreas Reinhardt. Auf so langer Strecke seien solche Zwischenfälle jedoch nicht zu vermeiden, weil eine genaue Baugrunduntersuchung im Vorfeld der Arbeiten nicht möglich sei.

Um das harte Bodenmaterial zu durchdringen, ist jetzt Spezial-Felsbohrtechnik angerückt. „Das ist Technik, die sonst beispielsweise in den Alpen eingesetzt wird“, erklärte Stefan Krause den Ausschussmitgliedern. „Damit sind wir jetzt auf Sicherheit gegangen. Der Der Bohrkopf ist auch für sehr hartes Felsgestein konstruiert“, sagte Bauleiter Harry Hanke gestern. Immerhin: Die Pilotbohrung bis nach Pütnitz ist durch. Auf 1,6 Kilometer Länge wurden tonnenschwere Rohrgestänge verlegt. Wie der Bauleiter weiter schildert, sind die Mitarbeiter und Maschinen jetzt mit dem so genannten Räumgang beschäftigt. Dabei wird der Bohrkanal vergrößert und entsprechend der einzuziehenden Schutzrohre erweitert.

Sobald diese Arbeiten beendet sind, steht allerdings noch eine zweite Bohrung auf dem Plan. Wenige Meter neben den bereits verlegten Rohren wird ein zweiter Kanal für die unterirdischen Leitungen verlegt. Der Solarpark in Pütnitz soll auf diese Weise mit dem neuen Umspannwerk am Ortseingang Ribnitz verbunden werden.

Ob der Zeitverzug Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten. „Die Arbeiten werden sich wohl bis Sommer hinziehen“, schätzt Stefan Krause. Eng könnte es mit einigen größeren Veranstaltungen auf Pütnitz werden, weil die Rohrgestänge auf und nahe der Landebahn lagern und nicht klar ist, ob die Arbeiten bis zu den ersten Veranstaltungen abgeschlossen sind.

Die Bohrexperten vom Unternehmen Beermann versuchen den zeitlichen Verzug wieder aufzuholen. Sie arbeiten jetzt auch am Wochenende, teilte Bauleiter Hanke mit.

Virginie Wolfram

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Die Bohrungen unter dem Ribnitzer See (Vorpommern-Rügen) gestalten sich schwieriger als gedacht. Die Spezialisten sind in 27 Meter Tiefe auf große Steine gestoßen.

Eine Spezialfirma aus Nordrhein-Westfalen soll den unterirdischen Weg ebnen für die Leitungen des Solarparks auf Pütnitz (Vorpommern-Rügen).

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