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Reiter auf dem Darß fühlen sich ausgebremst

Born Reiter auf dem Darß fühlen sich ausgebremst

Die Region soll eigentlich zu einem Reiterparadies werden. Jetzt fühlen sich Touristiker durch ein Schild auf dem Weg dahin ausgebremst.

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Ein neues Schild am Reitweg Müllerweg im Darßwald verbietet den Ausritt bis  an den Weststrand.

Quelle: privat

Born. Kleines Schild, große Wirkung: Reitfreunde auf dem Darß sehen die Entwicklung dieses touristischen Angebots im Nationalpark in Gefahr. Ein Verbotsschild am Müllerweg stoppt Reiter, bevor sie an den Weststrand gelangen. Für Touristiker ein Zeichen gegen Reittourismus, für das Nationalparkamt ein deutlicher Hinweis auf ein Reitverbot innerhalb des Nationalparks am Strand.

Fehlender Reiz

„Der Reiz ist weg“, konstatiert Dirk Jerkowski-Vespermann. Bislang konnten die Reiter wenigstens bis zum Strand reiten, so der projektbezogene Mitarbeiter der Borner Kurverwaltung. Da sei wenigsten der Ausblick auf den vielbeworbenen Weststrand möglich. Auf der kleinen Plattform konnten die Reiter gefahrlos wenden und wieder zum Hauptreitweg im Nationalparkwald auf dem Darß zurückkehren. Jetzt müssten die Reiter schon früher umdrehen.

Reiten am Strand ist möglich

Annette Beil vom Nationalparkamt kann die Aufregung nicht verstehen. Das Schild sei aufgestellt worden, weil immer wieder Reitspuren am Weststrand entdeckt würden. Sie unterstellt gar nicht mal Vorsatz, sondern eher Unkenntnis von nicht heimischen Reitern. Das Reiten am Strand innerhalb des Schutzgebiets sei grundsätzlich verboten. Auf einem Abschnitt am Strand bei Ahrenshoop habe das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt eine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung für zeitweiliges Reiten am Strand erteilt. Und die gelte laut Annette Beil nicht allein für Inhaber von Reiterhöfen in Ahrenshoop, sondern für jeden Reiter.

Emotionale Erlebnisse

Dagegen sieht Dirk Jerkowski-Vespermann die Entwicklung des Reittourismus auf dem Darß grundsätzlich beschnitten. Der Betriebsleiter der Borner Kurverwaltung, Yves Scharmberg, selbst aktiver Reiter, pflichtet bei. „Wir sind ein reiterfreundliches Dorf.“ Mit dem Fastnachtstonnenabschlagen, den Western-Camps auf dem Gelände des Gut Darß, die alljährliche Hubertusjagd und neu ein Distanzritt würden in Born gleich mehrere Veranstaltungen organisiert, bei denen Pferde dominierten. Scharmberg will die Hoffnung nicht aufgeben, dass irgendwann jedenfalls außerhalb der Saison das Reiten am Weststrand möglich sein werde. Pferde am Strand, ist Dirk Jerkowski-Vespermann überzeugt, vermittelten anderen Gästen emotionale Erlebnisse.

Timo Richter

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