Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Rettungsstelle steht ganz oben auf Dierhäger Wunschliste
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Rettungsstelle steht ganz oben auf Dierhäger Wunschliste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:49 07.09.2013
Dierhagen

Diverse Förderanträge für touristische Maßnahmen hatte Dierhagen gestellt, nun kam ein wenig überraschend die Aufforderung, die Projekte zu präzisieren. Wie es scheint, sind noch nicht alle Fördertöpfe leer gelöffelt, für Radwege und Tourismus könnte die EU bis 2014 noch etwas übrig haben. Noch sechs Projekte stehen auf der Wunschliste, zum Bedauern von Kurdirektor Stephan Fellmann hat es der Ostseeküsten-Radweg zwischen Neuhaus und Graal-Müritz nicht mehr auf die Agenda geschafft.

Fellmann skizzierte die Vorhaben, oberste Priorität habe die Einrichtung einer Rettungsstelle mit Badearzt im Dorfzentrum (500 000 Euro), gefolgt von der touristischen Erschließung des Bereichs zwischen Ahorn- und Akazienstraße (650 000 Euro), im Winter durch eine eindrucksvolle Pfütze geprägt und der Gestaltung des Strandzugangs 20 mit Parkplatz und eventuell Anlage einer kleinen Promenade (1,9 Millionen Euro). Auch ein Ausbau des Strandübergangs 10 in Dierhagen Ost mit Sanitäreinrichtungen, die dem hohen Beliebtheitsgrad gewachsen sind, einer kleinen Promenade und windgeschützten Aussichtsplätzchen mit Seeblick, einem Fahrradstellplatz (250 000 Euro) sind gewünscht sowie ein „Infozentrum Boddenlandschaft“ (300 000 Euro) in Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes, in dem hinter viel Glas auch Veranstaltungen stattfinden können und in Dändorf eine Parkanlage um die alte Eiche mit Infozentrum zur Ortsgeschichte (250 000 Euro). Von den angegebenen Bruttokosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro kann der Kurbetrieb 19 Prozent Umsatzsteuer absetzen, der verbleibende Betrag würde mit 90 Prozent gefördert, so dass die Gemeinde einen Eigenanteil in Höhe von 326 547 Euro in den Haushalt einstellen will. Das sei die Voraussetzung gegebenenfalls überhaupt etwas umsetzen zu können, falls man mit entsprechenden Fördermitteln für die eine oder andere Maßnahme bedacht würde.

Weiterer Tagesordnungspunkt: die Gewässerpflege. Einerseits haben sich Gesetzgebung und Rechtssprechung geändert, andererseits Umlagemaßstab und Umlagesatz - neben einzelnen Neuregelungen heißt das auch, da wird etwas teurer. Der Gewässerunterhaltungsverband hat seine Beiträge erhöht, außerdem müssen auch die Verwaltungskosten in den Posten eingerechnet werden, der dann auf die betroffenen Grundstückseigentümer umgelegt wird. Für das Jahr 2013 steigt der Satz damit auf vorerst 35 Euro je Hektar. Bereits im Vorjahr war nach der Hochwassersituation 2011 eine Erhöhung von 17 auf 24 Euro vorgenommen worden.

Immer noch günstig im Vergleich zu Prerow (Steigerung von 43 Euro je Hektar im Jahr 2012 auf 89 Euro für 2013), tröstete Katrin Kleist, leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Fischland/Darß, die Gemeindevertreter, die mit großer Mehrheit eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen.

Der Radweg zwischen Neuhaus und Graal-Müritz hat es leider nicht auf die Agenda geschafft.“Stephan Fellmann, Kurdirektor

Susanne Retzlaff

Anzeige