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Rettungszentrum ist nicht ganz dicht

Prerow Rettungszentrum ist nicht ganz dicht

Gleich mehrere Gutachter sind auf der Suche nach der Ursache für Eindringen von Wasser in das Obergeschoss. Der Prerower Bürgermeister fürchtet Frustration bei den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr.

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Gutachter geben sich derzeit die Klinke in die Hand: In das Obergeschoss im neuen Rettungszentrum in Prerow ist Wasser eingedrungen. Unklar ist bis dato, wie das Wasser den Weg in das Innere finden konnte.

Quelle: Richter Timo

Prerow. Als im Juli 2016 das neue Rettungszentrum in Prerow im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweiht wurde, herrschte eitel Sonnenschein. 25 Jahre hatten die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Ostseebades gewartet, um aus der alten Unterkunft in das moderne Gebäude umziehen zu können. 2,4 Millionen Euro hatte sich die Kommune das Rettungszentrum kosten lassen – und jetzt steht der Feuerwehr das Wasser bis zum Hals. In das Obergeschoss des Neubaus ist Wasser eingedrungen.

 

Gutachter kommen und gehen

Schon seit Wochen geben sich Gutachter in dem Rettungszentrum die Klinke in die Hand. Denn auf welchem Weg das Wasser ins Innere gelangte, ist derzeit noch völlig unklar. Mehrere Räume im Obergeschoss waren und sind aufgrund des Eindringens von Wasser nicht zu nutzen, sagt Bürgermeister René Roloff (Wählergemeinschaft Prerows Zukunft). Die Haupteinschränkung, so Roloff, sei aber die Frustration der Feuerwehrmitglieder. Die hatten lange in der unzulänglichen Unterkunft ausgeharrt, hofften dann auf den Einzug in eines der modernsten Feuerwehrhäuser landauf, landab. Und dann begann der Kampf gegen eindringendes Wasser.

Noch keine Ursache gefunden

Undichte Wasserleitungen, -anschlüsse oder -durchleitungen haben die Gutachter inzwischen inspiziert. Geprüft wurde die Dichtigkeit des Daches. Da hat die Feuerwehr sogar mitgeholfen, indem das Dach bewässert wurde, um mögliche Lecks aufspüren zu können. Wände und Fenster wurden ebenso unter die Lupe genommen. Doch ein klares Ergebnis – und damit auch ein haftbar zu machendes Handwerk – gibt es noch nicht. Derzeit sind Mitarbeiter eines Büros für Bauphysik und -chemie auf Spurensuche in dem markanten Neubau.

Baubeteiligte wollen Klarheit

Unterstützt werde die Suche nach dem Leck von allen an dem Bau beteiligten. Die Feuerwehr selbst, die Architekten sowie Vertreter von Baufirmen wollen Klarheit über den Weg haben, den das Wasser ins Gebäudeinnere genommen hat. Denn am Ende wird es auch um Geld gehen. Zwar sei der bis jetzt entstandene Schaden noch nicht zu beziffern, wie René Roloff sagt. Aber eins ist klar: Auf jahrelange juristische Auseinandersetzungen will sich die Kommune nicht einlassen.

Rettungszentrum löst Probleme

Mit dem Bau des Rettungszentrums hatte das Ostseebad gleich mehrere Probleme beheben wollen. So entstand nicht nur ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr, auch die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft erhielten für ihren Einsatz am Strand eine neue Unterkunft. Die Wasserschutzpolizei hat ein Quartier erhalten und es wurde eine Rettungswache integriert. Damit konnte Prerow als dauerhafter Standort für einen Rettungswagen gesichert werden.

Ähnliche Projekte entstehen in der Region

Einen ähnlichen Weg hat auch Dierhagen eingeschlagen. Dort entstand mit dem Ausbau des Gerätehauses nicht nur eine Unterkunft für die neue Wasserwehr in dem Ostseebad, sondern ebenfalls eine neue Rettungswache. Träger des Rettungsdienstes ist der Landkreis Vorpommern-Rügen. Die Einnahmen aus der Vermietung der Wachen an den Kreis helfen den Kommunen, die Projekte für die Sicherheit zu refinanzieren.Nach der Erprobung eines Standortes für einen zusätzlichen Rettungswagen in Zingst werden dort nun auch Nägel mit Köpfen gemacht. Im Gewerbegebiet Paaler End am Ortsausgang in Richtung Barth haben die Gemeindevertreter den Weg frei gemacht für den Bau einer Rettungswache. Auch dieses Vorhaben soll durch die Einnahmen der Mietzahlungen durch den Landkreis refinanziert werden.

Richter Timo

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