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Ribnitzer Handballer träumen vom DHB-Pokal

Ribnitz-Damgarten Ribnitzer Handballer träumen vom DHB-Pokal

Im Wettbewerb der Amateure würde es gegen Oberligisten gehen. Klub muss bis September melden, ob er teilnimmt.

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Thilo Meyer (r.) bleibt auch in der kommenden Saison der Cheftrainer beim Ribnitzer HV. Kapitän Michael Jacobsen hat sich noch nicht hundertprozentig entschieden, ob er bleibt oder wechselt. FOTOS (2): TOMMY BASTIAN

Ribnitz-Damgarten. Nach dem wohl schönsten Tag in der Klubgeschichte, der am vergangenen Sonntag mit dem Landespokal- Sieg gekrönt wurde, haben die Verantwortlichen des Ribnitzer

OZ-Bild

Im Wettbewerb der Amateure würde es gegen Oberligisten gehen. Klub muss bis September melden, ob er teilnimmt.

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HV (RHV) den Blick schnell wieder nach vorne gerichtet. „Wir wollen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern unser Team verjüngen und in Zukunft auch wieder eigene Talente in die erste Herren-Mannschaft bringen“, meint Trainer Thilo Meyer.

Sowohl der 50-jährige Coach als auch RHV-Vorstand Stefan Stuht (44) bewerten den zweiten Pokal- Triumph höher als den ersten Sieg im Final Four der besten vier Mannschaften im Jahr 2014. „Diesmal war das Niveau höher, weil sich Schwerin und Stralsund mit vielen Spielern aus ihren ersten Mannschaften verstärkt hatten“, betont Stuht. Meyer ergänzt: „Erfreulich ist auch, dass wir diesmal mehr Spieler in der Stamm-Sieben hatten, die aus der eigenen Jugend stammen. Vor drei Jahren in Grimmen bildeten noch die Neuzugänge aus Rostock das Gerüst des Teams.“

Als Landessieger Mecklenburg- Vorpommerns haben sich die Ribnitzer für die Ausscheidungsrunde im DHB-Amateur-Pokal qualifiziert. Bis Anfang September müssen sie melden, ob sie an dem 2014 eingeführten Wettbewerb teilnehmen wollen. Vorstand und Trainer wollen zusammen mit der Mannschaft für die neue Spielzeit 2017/18 entscheiden, ob sie im Wettbewerb antreten werden. „Es gilt, Vor- und Nachteile abzuwägen“, erklärt Stuht.

Für RHV-Kapitän Michael Jacobsen ist die Entscheidung klar. „Jeder Handballer will höher spielen. Natürlich haben wir Bock, am DHBPokal teilzunehmen“, verdeutlicht der 30-Jährige, der sich allerdings noch nicht zu einhundert Prozent zum Verein bekennen will. Der Rostocker liebäugelt eventuell noch mit einem Vereinswechsel. Bisher sei keine Entscheidung gefallen, sagt Jacobsen.

Der Rückraumspieler hatte sich im Sommer 2015 nach einem Jahr bei seinem Heimatklub SV Warnemünde zum zweiten Mal dem RHV angeschlossen, um „ganz vorn mitzuspielen und Meister zu werden“. Doch als Tabellenneunter (2016) beziehungsweise Siebter (2017) verpassten die Ribnitzer in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga zweimal das angestrebte Ziel.

Die personellen Planungen der Ribnitzer für die kommende Saison laufen seit Wochen auf Hochtouren. Zwei Neuzugänge stehen bereits fest. Rückraumspieler Paul Evert (24) und Rechtsaußen Sebastian Ahrens (22) werden vom Verbandsligisten SV Motor Barth in die Bernsteinstadt wechseln. Mit mindestens einem weiteren Kandidaten führen die RHV-Bosse Gespräche. Näher dazu äußern wollen sie sich allerdings nicht. „Im Großen und Ganzen bauen wir auf das gleiche Team wie in der abgelaufenen Saison. Die Jungs haben im Final Four gezeigt, was mit voller Kapelle möglich ist“, meint Trainer Meyer.

Besonders freute den Ur-Ribnitzer der Titelgewinnen für Erik Peters und Stephan Sohn, die beide den Verein verlassen werden. Während Rückraumspieler Peters (28) vor dem letzten Heimspiel gegen Wismar (25:26) verabschiedet worden war, gab Rechtsaußen Sohn seinen Abschied erst nach dem Final Four offiziell bekannt. „Schluss, aus und vorbei mit Handball“, postete der 34-Jährige am Montag auf seiner Facebookseite. Nach mehr als 25 Jahren, in denen er für Empor Rostock auch in der 2. Liga zum Einsatz kam, beendet der gebürtige Ostseestädter seine Laufbahn. Der Landespokalsieg sei ein wunderbarer Abschluss. „Danke an alle Spieler und Offizielle des Vereins für die letzten zwei Jahre! Ich drücke euch die Daumen für die Zukunft“, schrieb Sohn. Den Ribnitzer HV will er dennoch verbunden bleiben und weiter ab und an mittrainieren, um sich fit zu halten.

Finalisten im Amateur-Cup dürfen im DHB-Pokal starten

Seit der Saison 2014/15 ist der DHB-Amateur- Pokal der wichtigste deutsche Handball-

Pokalwettbewerb für Amateurmannschaften. Er wird neben dem laufenden Spielbetrieb im Ausscheidungsverfahren bestritten.

Die Meisterschaft der Männer beginnt mit den 22 von den Verbänden gemeldeten Landespokalsiegern, die im Punktspielbetrieb maximal der Oberliga angehören dürfen. Sie spielen in geografisch zugeordneten Qualifikationspartien die 16 Teams für die 1. Hauptrunde aus. Der Amateur-Pokal wird in vier K.o.-Runden ausgetragen und endet mit dem Finale. Die Endspiele (Männer und Frauen) finden im Rahmen des Final Four um den DHB-Pokal statt. Beide Final-Teams dürfen in der Folgesaison im DHB-Pokal starten.

TuS Spenge heißt der aktuelle Titelträger im DHB-Amateurpokal. Der Westfalen-Oberligist holte den Titel mit einem 36:35 nach Siebenmeterwerfen im Finale gegen den vom früheren Ribnitzer Trainer Jörn Schläger gecoachten Mitteldeutschen Meister HSV Bad Blankenburg.

Tommy Bastian

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