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Ribnitz-Damgarten Richter stoppen Bauplan für Borner Holm
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Richter stoppen Bauplan für Borner Holm
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05:42 16.05.2017

Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat den Bebauungsplan „Holm“ vorerst gestoppt. Damit ist das Gericht einem Antrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefolgt. Der Eil-Antrag war nach der Erlaubnis des Landkreises zur Fortsetzung der bereits begonnenen Erschließungsarbeiten gestellt worden. Der BUND fürchtete, dass Tatsachen geschaffen werden. Die Erschließungsarbeiten seien trotz laufenden Widerspruchs begonnen worden. Auf dem Boddenareal südwestlich der Ortslage sollen nach dem Willen der Mehrheit der Gemeindevertreter 54 Ferienhäuser sowie eine Hotelanlage auf einer Fläche von acht Hektar entstehen.

Die geplante Bebauung „ist nicht mit Zielen und Zweck der Landschaftsschutzgebietsverordnung zu vereinbaren“, sagt die Landesgeschäftsführerin des BUND, Corinna Cwielag. Zudem würden die Planungen zu Beeinträchtigungen eines benachbarten europäischen Vogelschutzgebietes führen. Das Oberverwaltungsgericht gab dem BUND recht und bestätigte der Landeschefin zufolge sowohl die Forderung nach einem Gutachten zu den Störungen der Vogelwelt als auch zu dem monierten Verstoß gegen die Schutzgebiets-Verordnung. Geradezu erstaunt zeigt sich Cwielag über die Deutlichkeit, mit der das Gericht seinen Beschluss begründet. Diese Entscheidung des Gerichts bedeute, dass der BUND im Hauptsacheverfahren gegen den Bebauungsplan an sich gute Aussichten auf Erfolg habe. Ein Jahr lang hat die Organisation nun Zeit, die Klage gegen den Bebauungsplan vorzubereiten.

„Wir fühlen uns in unserer Auffassung zu 100 Prozent bestätigt“, sagt Albrecht Kiefer, Gemeindevertreter der Borner Alternative und Sprecher der Initiative für den Erhalt eines unbebauten Borner Holms. Die Landschaftsschutzgebietsverordnung sei dafür da, solche Großprojekte zu verhindern. Kiefer verweist auf verschiedene Polder, die renaturiert werden – „da ist es geradezu pervers, dass die schönste aller Flächen so massiv bebaut werden soll“.

Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) verweist indes auf das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Die Behörde habe die Erstellung eines Verträglichkeits-Gutachtens als nicht erforderlich gesehen. Und: Als der Landkreis das Landschaftsschutzgebiet aufgestellt habe, seien Bebauungspläne „schon im Gange“ gewesen und eine Freistellung avisiert worden.

Mandy Krüger-Falk (Bürger für Born), designierte Geschäftsführerin der Kur- und Tourist GmbH Darß, steht hinter der geplanten Bebauung. Vor allem durch das Hotel solle der Tourismus angekurbelt werden. „Ich bin gegen die innerörtliche Bebauung, da nehme ich lieber den Holm, damit Born Born bleibt und wir von den Schulden runterkommen.“ Lokales

Timo Richter

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