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Ribnitz-Damgarten Rosenhofschule setzt auf den Wohlfühlfaktor
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Rosenhofschule setzt auf den Wohlfühlfaktor
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05:13 04.12.2018
Lilly (9, v.l.) Lucas (8) und Marie (8) entspannen im Snoezel-Raum Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Gedämmtes Licht, eine Hängematte, Kissen, ein Bett, hier lässt es sich aushalten. Der neunjährigen Lilly und ihren Freunden Lucas und Marie (8) gefällt es in dem Snoezel-Raum auf jeden Fall richtig gut. Eine kuschelige Wohlfühlatmosphäre. Kaum zu glauben, dass das hier ein Raum in einer Schule ist. Doch sich Wohlfühlen, vor allem das sollen die Mädchen und Jungen, die die Ribnitzer Rosenhofschule besuchen. Und sie sollen lernen, wie sie selbst dafür sorgen können, sich später im Erwachsenenleben wohlzufühlen.

So können Sie spenden

Die OZ-Lokalredaktion sammelt anlässlich der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ für die Förderschulen der Region, genauer gesagt für die Fördervereine der Schulen.

Sie möchten spenden? Dann kommen Sie ins Service-Center in Ribnitz in der Langen Straße 43/45. Dort steht eine Spendenbox bereit. Eine weitere steht in der Pflanzenschule Schauer und Lindner in Wiepkenhagen. Per Überweisung spenden:
 Empfänger: Förderverein der J.-H.-Pestalozzi-Schule Ribnitz e.V.

IBAN: DE93 1505 0500 0000 2226 66

Verwendungszweck: OZ-Weihnachtsaktion

1991 wurde die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gegründet. Barrierefrei umgebaut ist die Schule konzeptionell auf den besonders hohen Förderbedarf der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet. „Wichtig ist, dass die Schüler lernen, auf sich aufzupassen, nach der Schule so selbstständig wie möglich sind“, sagt Schulleiterin Silke Höfs. Entsprechend alltagsnah ist der Unterricht gestaltet. Die Schüler lernen, wie sie sich selbst versorgen können, lernen den Umgang mit Geld, lernen, einzukaufen, sich gesund zu ernähren. Denn die Mädchen und Jungen haben es schwerer als andere. Elf Erzieher und zwölf Lehrer sorgen für eine möglichst individuelle Betreuung. „Wir können auf jeden Schüler eingehen, seine Stärken herauskitzeln“, sagt Silke Höfs.

Schulleiterin Silke Höfs und Petra Knaack, Vorsitzende des Schulfördervereins. Quelle: Robert Niemeyer

Drei Stufen durchlaufen die Mädchen und Jungen jeweils drei Jahre lang, die Unterstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe. Während der dreijährigen Abschlussstufe werden die Jugendlichen gezielt auf das Erwachsenenleben vorbereitet, durch Praktika in Unternehmen oder in den Werkstätten des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) in Ribnitz-Damgarten. Die meisten Schüler wechseln nach ihrer Schulzeit zum CJD. „Einzelne schaffen es aber auch auf den freien Arbeitsmarkt“, berichtet Silke Höfs, „wir, die Mitschüler und die Eltern sind dann immer ganz besonders stolz.“

Überhaupt sei der Zusammenhalt groß. „Wir sind wie eine kleine Familie. Jeder passt auf jeden auf“, sagt Schulsachbearbeiterin Petra Knaak, gleichzeitig Vorsitzende des Schulfördervereins. 60 Mädchen und Jungen besuchen die Rosenhofschule derzeit, drei bis vier Einschulungen gebe es pro Schuljahr, im dessen Verlauf weitere Kinder dorthin wechseln.

Die Rosenhofschule in Ribnitz-Damgarten wurde 1991 gegründet. Quelle: Robert Niemeyer

Dabei falle es den oft Eltern nicht leicht, zu erkennen, dass die Förderschule der beste Weg für das eigene Kind ist. „Es tut weh, zu akzeptieren, dass das eigene Kind anders ist als andere“, sagt Silke Höfs, „aber die Eltern merken sehr schnell, dass es ihrem Kind hier besser geht.“

Ein wesentlicher Teil dazu trägt der Förderverein bei, 1992 gegründet. Ob finanzielle Unterstützung bei Ausflügen, die Organisation von Veranstaltungen oder die Anschaffung von Material für die Arbeitsgemeinschaften, „der Verein ist sehr wichtig für uns“, sagt Silke Höfs.

„Wir stecken voller Ideen und Pläne. Es ist toll, dass wir durch die OZ-Weihnachtsaktion unterstützt werden“, sagt Petra Knaack. Wichtigstes Anliegen: Das Konzept der Kneipp-Schule mit Leben zu erfüllen. Seit kurzer Zeit trägt die Rosenhofschule dieses Prädikat. Die fünf Säulen der Gesundheitslehre Sebastian Kneipps, Wasser, Lebensbalance, Ernährung, Heilpflanzen und Bewegung, sollen in den Schulalltag integriert werden. Dafür soll mithilfe der Spenden der OZ-Aktion „Helfen bringt Freude“ die benötigte Ausstattung angeschafft werden.

Robert Niemeyer

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