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Ribnitz-Damgarten Rostock Seawolves: Trainer Rehberger baut sein Team um
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Rostock Seawolves: Trainer Rehberger baut sein Team um
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00:05 07.06.2017
Rostock

Bei den Drittliga-Basketballern der Rostock Seawolves kündigt sich ein großer personeller Umbruch an. Ein Grund dafür: neue Ausländer-Regeln des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). Die wichtigste Änderung besagt, es müssen ab der Spielzeit 2017/18 immer mindestens drei Spieler auf dem Feld sein, die als sogenannte Local Player (siehe Kasten rechts) bezeichnet werden.

Seawolves-Trainer Ralf Rehberger FOTO: VEREIN

Zusätzlich dürfen in einer Partie maximal zwei Nicht-EU-Ausländer spielen.

„Fortan müssen wir genau schauen, weil unterschieden wird zwischen einem deutschen Spieler und einem sogenannten Local Player“, sagt Seawolves-Trainer Ralf Rehberger. Er finde die neue Regel „weder hilfreich noch richtig und fair“, kritisiert der 49-Jährige: „Das wirbelt das Teamgefüge durcheinander und sorgt dafür, dass wir uns beinahe komplett neu aufstellen müssen.“

Bisher mussten in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (3. Liga) mindestens drei Deutsche zu jedem Zeitpunkt des Spiels auf dem Feld eingesetzt werden. Mit den neuen Regeln sollen Talente mehr gefördert werden.

Die Rostocker sondieren den Markt, um Spieler zu finden, die das Kriterium Local Player erfüllen und Qualität mitbringen. „Unser Ziel ist es, das Team besser zu machen“, meint Rehberger, der seit Dezember 2016 im Amt ist. Der Coach will auch deshalb neue Akteure holen, weil er einen Abwärtstrend in den jüngsten drei Spielzeiten ausgemacht hat, in denen das Gros

der Mannschaft

zusammengeblieben war. „Nach dem Halbfinale im ersten ProB- Jahr als Aufsteiger und dem Achtelfinal-Aus in der vorletzten Saison spielten wir zuletzt de facto gegen den Abstieg“, begründet Rehberger. Um dies zu ändern, müsse es neues Personal, neue Aufgaben und neue Rollenverteilungen geben.

Klar ist: Mehrere Spieler werden ihre Laufbahn in der ersten Mannschaft des EBC Rostock beenden oder den Stammverein der Seawolves ganz verlassen, darunter Tobias Lange und vermutlich Klub- Urgestein Sven Hellmann. Langes Abgang verkündete der Verein gestern in einer öffentlichen Stellungnahme. Darin heißt es, der 26-Jährige möchte sich fortan auf seine Erzieherausbildung und seine Trainer-Tätigkeit beim EBC konzentrieren. Der Abschied vom 33-jährigen Publikumsliebling Hellmann (seit 2003 im Verein) wurde noch nicht bestätigt.

„Wenn ich auf die drei Jahre bei den Seawolves zurückblicke, erinnere ich mich an viele positive Erlebnisse. Dazu gehören die Stimmung im Team, der Umzug in die Stadthalle, die Fans, die von der Anzahl stetig gewachsen sind und immer alles gegeben haben, sowie das ganze Umfeld“, meint der 2,08 Meter große Lange. Er war im Sommer 2014 vom TSG Bergedorf an die Ostsee gewechselt. Für die Wölfe kam Lange auf 66 Einsätze, in denen er im Schnitt 2,6 Punkte und 2,0 Rebounds erzielte. „Tobias hat die Rolle als Back up auf der Center-Position mit sehr viel Fleiß ausgefüllt, zuletzt jedoch kaum Spielanteile erhalten. Er wird in der kommenden Saison eine verantwortungsvolle Aufgabe annehmen und unsere zweite Mannschaft mit ihren vielen Talenten in der 2. Regionalliga anführen“, sagt Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Seawolves.

Die Ostseestädter haben für die Drittliga-Spielzeit 2017/18, die Anfang September beginnt, bislang nur drei Spieler unter Vertrag: Daniel Lopez Dittert, Ivo Slavchev und Tim Vogt. Letzterer gilt als Local Player. Wie viele weitere Spieler aus der Voraison bleiben werden, können die Verantwortlichen noch nicht sagen. Gespräche dazu laufen, und auch mit möglichen Neuzugängen.

Das sind Local Player

Local Player ist, wer mindestens eine volle Spielzeit vor Erreichung der Altersklasse U 15 eine Spielberechtigung für einen Mitgliedsverein des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) oder des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erworben und aktiv am Spielbetrieb des jeweiligen Verbandes teilgenommen hat.

Auch Spieler, die von der U 15 bis einschließlich der U 19 mindestens drei volle Spielzeiten in einem oder mehreren DBB-Vereinen aktiv am Spielbetrieb teilgenommen haben, gelten als Local Player.

Tommy Bastian

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