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Ribnitz-Damgarten Schach als Fach
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schach als Fach
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00:01 17.05.2017
Schüler der Lindemann-Grundschule sind in Begleitung von Lehrerin Ditte Müller zu den Deutschen Schulschachmeisterschaften gefahren. Quelle: Foto: C. N.

Matt in der Schule – aber nicht vor Erschöpfung, sondern weil einer den anderen besiegt! In der Werner-Lindemann-Schule ist Schach nämlich ein Unterrichtsfach.

Und jetzt haben sich die Rostocker Grundschüler zum zweiten Mal hintereinander für das Finale der Deutschen Schulschachmeisterschaften qualifiziert – und wollen die anderen Teams Matt setzen. Noch bis heute messen sich die Grundschüler mit den 70 besten Mannschaften bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft im thüringischen Friedrichroda.

Begonnen hat das Interesse am „Spiel der Könige“ in der Grundschule vor einigen Jahren mit der Lehrerin Ditte Müller, die selbst in ihrer Kindheit Schach in einem Verein spielte. Anfangs wurden die Kinder im Rahmen des Mathematikunterrichts mit dem Schachspiel vertraut gemacht. Nach und nach wurde das Angebot klassenübergreifend mit Unterstützung des Schulleiters Torsten Masur und des gesamten Lehrerteams ausgeweitet. Schach ist nun fester Bestandteil  im Stundenplan der Kinder. Und ohne Hausaufgaben geht es auch dort nicht. Besonders natürlich in Vorbereitung auf das Bundesfinale ist das Training zu Hause nicht mehr wegzudenken. Aber die Kinder sind mit solch einem Enthusiasmus dabei, dass es nicht viel Überzeugung braucht, um zusätzliche Schachaufgaben zu lösen.

Zwölf Kinder in Begleitung ihrer Lehrerin machten sich am Sonntag auf den Weg nach Thüringen. Über elf Runden werden die Mannschaftskämpfe ausgetragen. Dabei treten eine Jungen- und eine Mädchenmannschaft der Werner-Lindemann-Schule an. Man darf gespannt sein, bei welcher Platzierung beide Mannschaften landen. Keiner der Schüler spielt bereits in einem Verein, so dass es schwer sein wird, gegen turniererfahrene Gegner zu bestehen. Leider ist die Kategorie „Meistertitel für vereinslose Spieler“ in diesem Jahr nicht ausgeschrieben. Bei den Schachspielern ist jedoch der Ehrgeiz und der Wille gute Partien zu spielen hoch.

Die Grundschule überlegt bereits, den Titel anerkannte „Schachschule“ anzustreben. Die Herausforderungen allerdings sind hoch. Zum Beispiel fehlen an der Schule ein eigens eingerichteter Schachraum und auch ein weiterer schacherfahrener Lehrer. Dankbar nimmt die Schule die Hilfe und Unterstützung des Schweriner Bildungsministerium an, das einen Großteil der Reisekosten zu den Meisterschaften übernimmt sowie die Zuwendungen vom Förderverein der Schule, der gerade Figuren für das gepflasterte Schachbrett auf dem Schulhof gekauft hat.

Nun gilt es alle Daumen für die sieben Jungen und fünf Mädchen für ein gutes Ergebnis bei den Meisterschaften zu drücken. Eines ist sicher, auch wenn so manche Träne über eine Niederlage fließen wird, der Spaß am Schachspielen wird bleiben. Zwischenzeitlich lag das Jungenteam auf dem 32. Platz und die Mädchen auf Platz 57. Die Werner-Lindermann-Grundschule drückt weiter die Daumen!

C. Neumann

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