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Ribnitz-Damgarten Schicker Gehweg statt Holpersteine
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schicker Gehweg statt Holpersteine
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03:29 17.07.2013
Andreas Schwarze und Horst Wilke bei der Bauabnahme des Gehweges. Quelle: Edwin Sternkiker
Marlow

Fußgänger in Marlow können sich freuen. Die Stadt hat den maroden Gehweg in der Carl-Kossow-Straße in den vergangenen Wochen sanieren lassen.

Denn der alte war so etwas wie der Schrecken der Fußgänger, vor allem für Rollator-Nutzer. Viele der alten Betonplatten waren bereits zerbröselt, an etlichen Stellen waren Löcher entstanden. „Da war bereits Gefahr in Verzug“, schildert die Marlower Rathausmitarbeiterin Andrea Schwarze die Situation. Sie ist unter anderem für das Sachgebiet Bauverwaltung zuständig und zeigte sich nach der Begehung des neuen Gehweges in der Carl-Kossow-Straße zufrieden.

Die Stadt Marlow hat sich das Ganze rund 25 000 Euro kosten lassen. „Die Straße liegt außerhalb des Sanierungsgebietes, Fördermittel stecken deshalb da nicht drin. In dieses Vorhaben sind ausschließlich städtische Gelder geflossen“, erläutert Andrea Schwarze. Der Neubau des Gehweges sei jedoch dringend notwendig gewesen, macht sie deutlich.

Bürgermeister Norbert Schöler ergänzt, dass sich immer wieder ältere Bewohner, darunter eben auch Bürger, die auf einen Rollator angewiesen sind, im Rathaus über den Zustand des Gehweges beschwert hätten. „Wir mussten da unbedingt was tun.“

Neben dem Sicherheitsaspekt spielte bei dem Vorhaben auch ein gestalterischer eine Rolle. Der Grund: Mit dem Bau der Brauerei durch die Firmengruppe Scanhaus wurde architektonisch und farblich ein weiterer Hingucker in der Straße geschaffen. Ein zerbröselnder Gehweg hätte dazu nicht gepasst.

Mit der Erneuerung dieses Fußgängerweges hat Marlow ein weiteres Gehweg-Projekt geschafft. „Mittlerweile sind rund 90 Prozent im Stadtgebiet saniert beziehungsweise neu gebaut worden“, erläutert Bürgermeister Schöler.

Jetzt müssten lediglich noch einige kleinere Abschnitte auf Vordermann gebracht werden, so im Bereich des Buchenweges und beim Sportplatz. „Das sind aber überschaubare Investitionen, dann sind wir mit den Gehwegen im Stadtgebiet durch“, betont Schöler.

In der Kossow-Straße waren die Mitarbeiter des Gresenhorster Bauunternehmers Horst Wilke mit der Gehwegsanierung beschäftigt. Bis zu vier Leute waren bei den vorbereitenden Arbeiten und beim Pflastern der rund 480 Quadratmeter in den vergangenen Wochen eingesetzt worden. Die Steine, die verlegt wurden, haben im Fachjargon die Farbe „Herbstlaub“. Der Name „Herbstlaub“ leite sich von verschiedenfarbigen Steinen ab, erläutert Wilke.

In der Kossow-Straße wird es übrigens in puncto Bauen munter weitergehen. Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Torgelow will das Gebäude Nummer 27 sanieren. Acht altersgerechte Wohnungen sollen geschaffen werden, dazu gehört auch der Einbau eines Fahrstuhls. Der Bauantrag liege bereits vor, erläutert Norbert Schöler. Für einige Wohnungen gebe es bereits Voranfragen von Interessenten. Der Marlower Bürgermeister ist froh darüber, dass diese altersgerechten Wohnungen geschaffen werden, denn der Bedarf sei in der Grünen Stadt auf jeden Fall vorhanden, aber das Angebot eben nicht. Es sei deshalb schon vorgekommen, dass ältere Bewohner die Stadt Marlow in Richtung Ribnitz-Damgarten verlassen hätten, weil sie dort eine altersgerechte Wohnung gefunden hätten.

Viele Betonsteine waren bereits zerbröselt. Da war Gefahr in Verzug.“Andrea Schwarze, Rathaus-Mitarbeiterin, Marlow

Edwin Sternkiker