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Ribnitz-Damgarten Schwergewicht aus Barth kam in Zinnowitz in Schwung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schwergewicht aus Barth kam in Zinnowitz in Schwung
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00:00 11.04.2013
Haben sich mit Schwung in die zweite Runde getanzt: Manuela Wisbeck an der Seite ihres rassigen Tänzers Massimo Sinató. „Mein Ziel ist es, unter die besten Fünf zu kommen“, sagt die Mimin. Quelle: RTL / Stefan Gregorowius
Barth

Morgen Abend wird sie wieder vor einem Millionenpublikum tanzen! Und wieder werden sich viele die Augen reiben, wie man sich mit so einer Körperfülle so bewegen kann. „Diesmal wird es eine Schippe schneller“, sagt Manuela Wisbeck. Die Schauspielerin und Komödiantin freut sich auf die zweite Runde bei der RTL-Tanzshow „Let‘s Dance“.

Nicht nur die dreiköpfige Jury um Chefkritiker Joachim Llambi wird dann wieder aufmerksam auf Beine und Körper schauen, sondern auch Daniela Schulmeister aus Zinnowitz. Die Leiterin der Theaterakademie im Ostseebad kennt „Manu“ schon viele Jahre. „Sie hat ein gutes Rhythmusgefühl“, bescheinigt die 49-Jährige ihrem einstigen Schützling. Von 2001 bis 2005 absolvierte Wisbeck ihre Ausbildung an der Theaterakademie in Zinnowitz — inklusive Bewegungstraining mit Kondition, Koordination und Kraft. „Ich war begeistert, mit welchem Willen sie sich durchgebissen hat“, sagt Daniela Schulmeister.

Selbst wenn es von der „Krawalltüte“ (Zitat Schulmeister) Wisbeck Protest gab, kannte ihre Trainerin kein Pardon. „Ich habe sie nicht geschont, sie hat sich aber auch nicht geschont“, erinnert sich die Diplom-Choreografin an die Arbeit mit der Schauspielerin. „Daniela hat immer an mich geglaubt. Ich war beweglicher als so mancher Dünner“, sieht sich Wisbeck durch ihr Päckchen, was sie zu tragen hat, nicht im Nachteil. „Bei ihr habe ich gelernt, wie man mit seinem Körper umgeht.“

Und der wird in diesen Tagen besonders beansprucht. Mehrere Stunden am Tag trainiert sie mit ihrem Tanzpartner Massimo Sinató. Vergessen ist die skurrile Situation beim ersten Treffen: „Er hat sich totgelacht, als er sah, mit welchem Schwergewicht er arbeiten soll.“ Manuela Wisbeck hatte Massimo eigentlich als Partner abgelehnt — „Macho, Womanizer — das waren meine ersten Gedanken, als ich ihn sah. Wer weiß, wie er über Dicke denkt“, sagt die gebürtige Bartherin. Und jetzt: „Er ist ein sensibler, feinfühliger Mensch!“ Es passt doch! In der ersten Show gab es 13 Punkte — auch wenn Llambi nur einen gab. „Egal. Das ist seine Rolle. Wenn man sich darauf einlässt, muss man kritikfähig sein“, sagt die 29-Jährige, die auf die Frage nach einer möglichen Hebefigur in der Show trocken antwortet: „Ich werde Massimo heben!“

So schlagfertig kennt man die „Wuchtbrumme“ aus dem Fernsehen, die sich derzeit in einem „Karrierehoch“ sieht. „Man muss nicht perfekt sein. Wenn man ein Ziel hat, kann man es schaffen.“

Und Ziele hat Wisbeck noch reichlich. In einem Film will sie mal eine psychisch Kranke spielen. „Es soll auf jeden Fall etwas Ernsthaftes sein.“ Außerdem würde sie gerne mal wieder für ein Drei-Mann-Stück mit Birgit Lenz und Karoline-Anni Reingraber auf die Zinnowitzer Bühne zurückkehren. Daniela Schulmeister würde sich freuen: „Sie zählt zu den gefühlten Gerne-Rückkehrern.“

Nächste Folge: „Let‘s Dance“ morgen 21.15 Uhr auf RTL

Zur Person
Manuela Wisbeck wurde am 6. Juni 1983 in Stralsund geboren. Aufgewachsen ist sie in Barth. Hier entdeckte sie die Bühne für sich. Nach der Ausbildung an der Theaterakademie in Zinnowitz erhielt sie 2005 ihr erstes Engagement an der Kleinen Komödie Cottbus.


Seit 2006 spielt sie eine der drei Hauptrollen in der Comedyserie „Böse Mädchen“. Weitere Rollen folgten im Kinofilm „Die Friseuse“, in den Serien „Alarm für Cobra 11“ und „Doctor‘s Diary“. Seit September 2009 spielt Manuela Wisbeck in der Krimiserie „Notruf Hafenkante“ im ZDF. Im Kinofilm „Schlussmacher“ spielt sie die Rolle der Gabriela Becher. Derzeit ist sie bei der 6. Staffel von „Let‘s Dance“ dabei.


Die Schauspielerin lebt mit ihrer

Partnerin in einem Haus in Wandlitz.

Henrik Nitzsche

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