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Ribnitz-Damgarten Seinem Dorf treu geblieben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Seinem Dorf treu geblieben
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00:00 25.03.2014
Michael Rybicki vor seinem Haus, dem ehemaligen Dorfkonsum.

Nach einigen Zwischenstationen, beruflich bedingt, lebt Michael Rybicki seit 1995 im ehemaligen Konsumgebäude in Ehmkenhagen. „Hier bin ich aufgewachsen, alles ist vertraut. Deshalb habe ich das Gebäude gekauft und umgebaut“, erzählt der Angestellte der Berufsfeuerwehr Rostock. „Hier ist unser Zuhause, in das auch unsere Kinder immer wieder gern kommen.“

Zustimmend nickt seine Ehefrau Brit, die als Grundschullehrerin in Ribnitz arbeitet und vor allem die Ruhe im Dorf liebt.

Das Leben früher hier im Dorf sei schön gewesen, einfach und unkompliziert, erinnert sich Michael Rybicki. Die Menschen feierten gern und viel, hielten zusammen. „Sicher spielte eine Rolle, dass etwa 90 Prozent der Leute in der LPG arbeiteten und im Gegensatz zu heute ihr Auskommen hatten“, versucht der 52-Jährige zu erklären, warum heute fast jeder nur für sich lebe. In den ersten Jahren nach der Wende habe man noch einige Veranstaltungen organisiert. Da jedoch mittlerweile das Geld fehlte, sei damit schon bald Schluss gewesen.

„Trotzdem gibt es natürlich weiterhin eine gute Nachbarschaft und auch Freunde, mit denen wir uns treffen“, betont der Feuerwehrmann. „Auch die Familien halten hier noch zusammen.“ So lebt Bruder Peter nur einige Häuser weiter im Elterhaus und kümmert sich um Mutter Waltraut (80). Denn für Ältere sei es nicht leicht, allein im Dorf zu leben. Früher gab es in Bartelshagen I noch zwei Gaststätten, zwei Verkaufsläden, sowie einen Bäcker. Heute komme lediglich zweimal in der Woche ein mobiler Bäckerladen. „Das Leben auf dem Dorf muss man schon gut organisieren“, meint Michael Rybicki.



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