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Speicher-Umbau: Nachbarn klagen über hohe Schäden

Barth Speicher-Umbau: Nachbarn klagen über hohe Schäden

Am Barther Hafen wird der einstige Speicher zu Wohnungen umgebaut. Nun klagen die Nachbarn, dass ihr Eigentum unwiederbringlich beschädigt wird.

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Der Putz fällt ab, die Fassade hat Risse und ist stark verschmutzt. Gisela Langhammer wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Speicher-Baustelle am Barther Hafen und ist überzeugt: „Die Bauarbeiten zerstören unser Eigentum.“

Quelle: Carolin Riemer

Barth. Gisela Langhammer (58) und ihre Nachbarin Monika Prütz (59) sind unglücklich: „Wir müssen zusehen, wie unser Eigentum zerstört wird und niemand hilft uns“, sagt Gisela Langhammer. Sie wohnt in direkter Nachbarschaft zur Baustelle des alten Speichers, der seit geraumer Zeit in luxuriöse Wohnungen umgebaut wird.

Hausbesitzer dokumentieren Schäden

Und damit begannen, laut der Damen, die Probleme: „Unsere Hauswände reißen durch all das Rammen und diese wuchtigen Bauarbeiten ein. Die Fassade und Fenster sind unwiederbringlich verschmutzt, es läuft Wasser in unser Haus. . .“ Die Liste der Vorwürfe ist lang. Gisela Langhammer beauftragte Rechtsanwalt Peter Hermstedt mit der Sachlage und dieser erklärt: „Vor Beginn des Baus wurde ein Bausicherungsgutachten erstellt. Jetzt bleibt den Bewohnern nur, die Schäden zu dokumentieren und abzuwarten, bis der Bau abgeschlossen ist.“ Doch weder Gisela Langhammer noch Monika Prütz wollen weiter abwarten. Sie beschwerten sich bei der Bauaufsichtsbehörde, bei der Rostocker Berufsgenossenschaft und den Bauarbeitern. Dinge, die der Bauleiter der Speicher-Baustelle zum ersten Mal hört, als die OZ nachfragt: „Die Risse in diesem Haus sind älter als das Baugeschehen“, sagt Marcel Fillinger, der sich wundert, dass die unzufriedenen Mieter nicht das Gespräch mit ihm suchten.

„Wir wünschen uns mehr Rücksicht“

Doch das sei laut Gisela Langhammer immer wieder gescheitert: „Die Bauarbeiter sprechen kein Deutsch und wollen auch gar keine Rücksicht nehmen.“ Das einzige, was sie bislang erreicht habe, sei, dass ein Bauzaun aufgestellt wurde, damit ihre Enkelkinder gefahrenlos auf ihrem Grundstück spielen können. „Das kann alles nicht wahr sein. Wir wünschen uns mehr Kontrollen, mehr Rücksicht. Aber niemand hilft uns, unser Haus zu schützen.“

Carolin Riemer

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