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Spejbl und Hurvinek reisten durch die Geschichte

Barth Spejbl und Hurvinek reisten durch die Geschichte

Ausverkauftes Barther Theater bei einem Gastspiel, das vom Kulturhaus HdW organisiert worden war.

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Das Publikum durfte bei dem zweistündigen Trip von Spejbl und Hurvinek durch die Historie dabei sein.

Quelle: Volker Stephan

Barth. „Es blieb kein Stein auf dem anderem — verbrannt, getötet, hingerichtet — was bedeutet das?“, nervte der lesende Marionettenjunge Hurvinek seinen Vater Spejbl. Der drohte, ihm diese Art Literatur wegzunehmen: „Lies lieber das Geschichtsbuch, damit du nicht wieder eine Vier bekommst.“ Als er begriff, dass Hurvinek das schon vor sich liegen hatte, riet er, die Kriege auszulassen. „Dann bleibt ja nur noch die Einleitung übrig“, bedauerte der Schelm.

Mit einem Zeitspiegel begaben sich die Beiden am Mittwochabend im Barther Theater auf eine Geschichtsreise, um die wahren Hintergründe über berühmte historische Gestalten herauszufinden, denn „die Geschichtsbücher sind ja nur eine Fiktion“, wie Regisseurin Helena Stáchová Herrn Spejbl zuvor erklärt hatte.

Die hintersinnigen Sketche zwischen ihnen und ihren Besuchern aus dem 21. Jahrhundert, die Verbindung der meisterlich umgesetzten Körpersprache der Marionetten mit dem singenden tschechischen Akzent ihrer Sprecher sowie die Situationskomik entlockten dem Publikum immer wieder Lachsalven. Hin und wieder wollte das Lachen im Hals steckenbleiben — wenn nämlich die Akteure über die Gräuel und Schrecken der Geschichte stolperten.

Für das dritte Gastspiel des Prager Marionettentheaters in Barth, wieder organisiert vom Kulturhaus HdW, hatte dieses Mal eine ernsthafte Thematik den Stoff geliefert.

Während der Zugabe strapazierten die Puppenspieler noch einmal voller Spiellust die Zwerchfelle: Beim Klamauk-Sketch um das Märchen vom Rotkäppchen brachte der vorlaute und oberfreche Hurvinek seinen Vater an den Rand des Wahnsinns.

Volker Stephan

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