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Handballer sind Zünglein an der Waage

Ribnitz-Damgarten/Barth Handballer sind Zünglein an der Waage

Ribnitz will Stavenhagen die Meisterschaft versauen.

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Für den verletzten Kapitän Stefan Gagern ist die Saison wohl vorzeitig beendet.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. Für die Handballer des Ribnitzer HV (RHV) ist die Saison in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga so gut wie gelaufen. Drei Spiele vor Schluss haben die Bernsteinstädter (4., 28:10 Punkte) fünf Zähler Rückstand auf Rang eins. Und selbst auf den dritten Platz sind es schon drei Punkte. Das Ziel, erstmals in der Vereinsgeschichte Landesmeister zu werden, ist abgehakt. „Unser Fokus richtet sich jetzt auf die Pokalendrunde. Wir wollen die Punktspiele nutzen, um uns dafür einzuspielen und im Rhythmus zu bleiben“, sagt RHV-Trainer Jörn Schläger.

Am 13. April wird das Final four der besten vier Mannschaften in Grimmen ausgetragen. Im Halbfinale trifft Ribnitz auf den Ligakontrahenten SV Warnemünde.

Darüber hinaus könnten die Ribnitzer aber möglicherweise auch noch das Zünglein an der Waage im Meisterschaftsrennen sein. Mit einem Sieg morgen Nachmittag (18 Uhr) beim Tabellenzweiten Stavenhagener SV würden sie Spitzenreiter TSV Bützow, der bereits eine Stunde vorher Tabellenschlusslicht Plauer SV empfängt, in die Karten spielen. Der Tabellendritte SV Warnemünde gastiert am Sonnabend (14 Uhr) im Derby beim HC Empor Rostock II.

„Wir müssen die restliche Saison mit einem kleinen Kader überstehen, weil sich Stefan Gagern auch noch verletzt hat. Das wird ein hartes Programm. Dennoch gehen wir ins jedes Spiel, um es zu gewinnen“, sagt RHV-Co-Trainer Stefan Stuht, der gleichzeitig Vorstandsmitglied ist. In dieser Funktion dürfte der 42-Jährige in den kommenden Wochen viel zu tun haben. Denn Torhüter Jonny Hagen liegen gleich mehrere Anfragen anderer Vereine vor. „Ich werde im April entscheiden, wie es weitergeht“, sagt der 22-Jährige. Auch andere Spieler könnten vor dem Absprung stehen, darunter Erik Peters, der ohnehin bis Saisonende suspendiert wurde. Stuht sieht‘s gelassen. „Es ist doch ein Kompliment für uns, wenn unsere Spieler für andere Vereine interessant sind“, meint der frühere Linksaußen. Jörn Schläger ergänzt: „Viele Spieler haben jedoch signalisiert, auch im kommenden Jahr in Ribnitz spielen zu wollen.“

In der MV-Liga der Frauen will der SV Motor Barth nach drei deutlichen Niederlagen wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Die Bartherinnen (8.) gastieren am Sonntag (16 Uhr, Mehrzweckhalle) im Duell zweier Tabellennachbarn beim Mecklenburger SV (7.). Beide Teams haben 16:22 Punkte auf dem Konto und in der laufenden Saison weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg noch etwas zu tun.

Dies gilt auch für die Motor-Männer, die zeitgleich im Rückspiel um den 13. Platz in der Verbandsliga-Endrunde beim Hagenower SV antreten. Das Hinspiel gewann Barth souverän mit 36:24.

 



tb

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