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Handballerinnen feiern Bezirksmeisterschaft

Ribnitz-Damgarten Handballerinnen feiern Bezirksmeisterschaft

Die Frauen-Sieben des Ribnitzer HV schlägt die HSG Uni Rostock überraschend deutlich. Trainer Tobias Klugmann: Eine tolle Leistung. Der Aufstieg ist aber noch kein Thema.

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Nachwuchstalent Jule Engel (am Ball) warf ihre Mannschaft zum Bezirksmeistertitel.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. In den vergangenen Jahren waren die Handballerinnen des Ribnitzer HV (RHV) oft Kanonenfutter, zumindest dann wenn es gegen die Teams aus der oberen Tabellenregion ging. In dieser Saison sorgte die Sieben von Trainer Tobias Klugmann für einen Paukenschlag: Sie wurde Bezirksmeister! Im Final-Rückspiel bezwangen die Ribnitzerinnen am Sonnabend vor gut 60 Zuschauern in der Sporthalle Freundschaft die HSG Uni Rostock verdient mit 23:15 (9:4). „Die Mädels sind heute über sich hinausgewachsen. Da waren richtig schön herausgespielte Tore dabei. Eine tolle Leistung“, war Klugmann begeistert. Torhüterin Kathrin Meinke lobte ihre Vorderleute. „Wir haben eine tolle Abwehr gespielt und vorn relativ wenige Fehler gemacht“, so die 35-Jährige. Schon das Hinspiel hatte der RHV mit 22:21 gewonnen.

Der Aufstieg in die Verbandsliga ist für Ribnitz dennoch kein Thema. Noch nicht. „Das wäre eine super Herausforderung. Aber dafür müssten wir häufiger trainieren können“, meint Jule Engel. Die 16-Jährige war eine Erfolgsgarantin in der Saison. Allein im zweiten Finalspiel erzielte sie sechs Tore. Damit war sie hinter Ramona Zitzen (7 Treffer) beste Werferin. Derzeit trainieren die Bernsteinstädterinnen einmal wöchentlich, freitags von 20 bis 21.30 Uhr in Marlow. „Und das auf einem Dreiviertelfeld. So würde es schwierig werden, in der Verbandsliga zu bestehen. Reizen würde es mich aber schon, dort mal anzutreten“, gibt Kathrin Meinke zu. Tobias Klugmann rudert zurück: „Für unser neu zusammengewürfeltes Team käme ein Aufstieg zu früh.“ Dennoch hofft Ribnitz, eine andere zweite Trainingszeit bekommen zu können, als mittwochs um 20 Uhr. „Das ist für viele Spielerinnen, die Familie haben oder noch zur Schule gehen, zu spät“, betont Meinke.

Während der vergangenen Monate stießen mehrere Spielerinnen neu zum Team. Hanna Burmeister und Anna Höra kamen vom Lokalrivalen SV Motor Barth aus der Mecklenburg-Vorpommern-Liga. Judith Henkels und Ramona Zitzen zog es aus den alten Bundesländern in die Region. Jule Engel wurde erst am 25. Dezember an ihrem 16. Geburtstag spielberechtigt. „Dennoch ist sie eine unserer besten Torschützinnen geworden“, betont Klugmann. „Mit den Neuzugängen sind wir besser geworden. Wir haben jetzt eine individuell starke Mannschaft. Es gilt, das Zusammenspiel zu verbessern“, so der 27-Jährige.

Die rasante Entwicklung wird bei einem Blick auf die Ergebnisse der Ribnitzer Handballerinnen deutlich. Zum Saisonauftakt Ende Oktober unterlag der RHV der HSG Uni Rostock noch mit 21:26. Es folgte eine 17:24-Schlappe bei Eintracht Rostock II. Danach startete Ribnitz eine Erfolgsserie: 22:18 gegen die TSG Wismar III, 19:19 bei der HSG Uni Rostock, 22:21 gegen Eintracht Rostock II und 20:15 bei der TSG Wismar III. Damit wurde die Klugmann-Sieben Vorrundenzweiter. Im Halbfinale bezwang der RHV den Parchimer SV mit 20:16 und 24:18. Weiter geht's am 5. April beim Bezirkspokalturnier in Ribnitz.

Statistik
Ribnitzer HV: Meinke — Geist 1, Höra 1, St. Engel 3, Henkels, Ziegler 3, J. Engel 6/3, Herter, Zitzen 7, Gerhart 1, Nilson, Jenß.

Siebenmeter: RHV 4/3, Rostock 7/5.

Strafminuten: RHV 2, Rostock 4.
Die Verbandsliga würde mich schon reizen.“RHV-Torhüterin Kathrin Meinke (35)

 



Tommy Bastian

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